10.10.2013

Warten auf Übermorgen

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Kapitel 5

Aus dem einen Abend wurden bei mir mehrere Abende und irgendwann saßen wir bei Rotwein in Tinas Wohnung.

„Kannst du nicht heute Nacht bei mir bleiben?“ fragte sie mich zärtlich. „Sehr gerne sogar!“ war meine Antwort.

Es wurde ein berauschender Abend und eine wundervolle Nacht. 

Von diesem Tag an trafen wir uns häufiger und mal schlief sie bei mir oder ich bei ihr. 

Ein gutes halbes Jahr tolle Beziehung reifte mit uns und auf einmal beschlossen wir spontan abends, ob es nicht sinniger wäre, zusammen zu ziehen.

Warum denn auch nicht, denn wir liebten uns und planten ein wenig für die Zukunft. Sie war Verkäuferin in einem Möbelmarkt und kam somit auch günstig an Einrichtungsgegenständen ran. 

Mit einer großen Feier und unseren Freunden begossen wir dann wenige Wochen später unsere erste gemeinsame Wohnung. 

Wir behielten meine Festnetznummer und kauften uns einen Computer mit Internetanschluss. Eines Abends, als ich vor dem Computer saß, weil Tina beim Sport war, klingelte das Telefon. 

„Hallo—hier ist Katja…“ klang es leise durch den Hörer. Ich war sowas von geplättet ihre Stimme zu hören.

Sie erzählte mir von Tuttlingen, der Gegend im allgemeinen und das sie einen Freund gefunden hat. „Andreas heißt er und arbeitet beim Sozialamt hier“ plauderte sie nur so drauf los, als wenn es normal wäre und mich kalt lassen würde. 

Ich war ja nun mal auch in einer neuen Beziehung und sagte ihr, dass Tina und ich vorhaben, in zwei Monate zu heiraten.
Und dass ich sie sehr gerne auf meinem Polterabend sehen würde. Sie plante es ein und wollte mit Andreas drüber reden. 

Ich freute mich sehr über ihre Zusage und erklärte Tina, wer Katja ist. „Freunde für immer!“ war unsere Devise und ein Freund kommt zum Polterabend. 

Ausgelassen feierte sie mit ihrem Freund bei uns und wünschte zur Hochzeit paar Tage später alles Gute. Dann bat sie mich, kurz mit ihr vor die Tür zu gehen. 

„Ich möchte mich bei dir für alles bedanken. Und du sollst es auch erfahren—ich bin schwanger! Im vierten Monat sogar.“ Sie lachte glücklich dabei und es schossen viele alte Bilder durch den Kopf. 

„Alles Gute wünsche ich euch und lass uns in Kontakt bleiben“ waren meine Worte. Zusammen mit Andreas verließen sie das Lokal und stiegen in den Wagen.

Auf einmal fühlte ich eine große Leere in mir. Ausgerechnet heute, wo ich doch in Partylaune sein sollte. Aber statt eines Lächeln schoss eine Träne in meinen Augen als die Rücklichter von deren Auto in der Dunkelheit erloschen. 

Kurz nach unserer Hochzeit kam Tina zu mir und meinte, wir müssen reden. Bei einem leckeren Essen und köstlichen Wein schob sie mir ein Päckchen über den Tisch.

Ich öffnete und darin war ein paar Babyschuhe. Erstaunt sah ich auf die Schuhe aber mit einem Lachen rief Tina gleich „Herzlichen Glückwunsch Papa!“ 

Ich sprang auf und umarmte sie und freute mich tierisch über unser erstes gemeinsames Kind. 

Also hieß es jetzt, einen neuen Job zu suchen, denn mit den paar Moppen aus dem Einzelhandel war mit Familie nicht zu denken. 

Irgendwann rief ich mal Abends Katja an und teilte ihr das mit. Auch sie freute sich für uns und wünschte Tina alles Gute. 

Doch meine wesentlichen Gedanken lagen gerade dabei, meinen LKW-Führerschein und die Gefahrgut—Bescheinigung  von der Bundeswehr in einen normalen EG—Führerschein umschreiben zu lassen. 

Denn ein Kollege von mir arbeitete als Flugzeugbetanker in Düsseldorf bei einer neuen Firma, die noch Fahrer suchte… 






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