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Rezension(en) zu den Büchern von Petra M. Jansen



Besser könnte man den Titel für diesen Gedichtband nicht wählen. In zwei Worten bringt die Autorin die Vielseitigkeit des menschlichen Denkens und Auftretens exakt auf den Punkt. Der Mensch kann auf der einen Seite kalt wie Eis sein und andererseits wiederum eine angenehme Wärme ausstrahlen, die seinen Mitmenschen ein positives Gefühl vermittelt.

Zu den positiv eingestellten Menschen gehört eindeutig auch Petra M. Jansen, die in den 32 Gedichten, die in "[h]eis[s]kalte [W]Orte" zu finden sind, zwar auf reichlich Mängel des menschlichen Daseins hinweist, jedoch immer wieder Auswege aus den Leiden und Tälern des Lebens aufzeigt. So stellt die Schriftstellerin in dem Gedicht "Mensch sein" sehr treffend dar, welche Vielseitigkeit die menschliche Existenz mit sich bringt. Sie zeigt den Lesern, dass Schwächen und Fehler ein normales, ja sogar liebenswertes Phänomen sind, die den Menschen interessant machen und von der perfekten programmierbaren Maschine unterscheiden. Am Ende des Gedichts ruft die Autorin, trotz, oder gerade wegen der menschlichen Unperfektheit zum positiven Denken auf.

Viele Gedankengänge, die Petra M. Jansen in ihrem Werk behandelt, sind mir beim Lesen sehr vertraut vorgekommen. Habe ich manchen dieser Gedanken bisher nicht zu Ende gedacht, so halfen mir die Gedichte in "[h]eis[s]kalte [W]Orte" sehr dabei, diesen weiterzuverfolgen und meinen Standpunkt zu manchem Phänomen zu konkretisieren.

Sehr interessant sind auch die Gedichte "getting on my nerves" und "die Diva", in denen egozentrische und engstirnige Verhaltensweisen von Personen, die jedem von uns schon desöfteren im Laufe des Lebens begegnet sind, aufgezeigt werden. Auf den vier Seiten wird sehr gut zum Ausdruck gebracht, wie narzistisches Verhalten eines Menschen als durchaus unangenehm empfunden werden kann.

Worauf die Autorin auch viel Wert legt, ist das Grundrecht der Freiheit. Sie wird in dem Band immer wieder indirekt oder direkt, wie z.B. in dem Gedicht "der Wind" angesprochen. Letztlich fehlt auch die Unterhaltungskomponente in dem Werk nicht. So sollte beispielsweise das Gedicht "Nudisten" jedem Leser ein Schmunzeln entlocken.

Der Gedichtsband, der im EPUBLI Verlag erschienen ist, wird schließlich durch ein Vorwort der Autorin und eine Biographie am Ende des Buches abgerundet.

Fazit: "[h]eis[s]kalte [W]Orte" von Petra M. Jansen ist ein rundum gelungener Gedichtband, der auf jeden Fall zum Nachdenken anregt und den Lesern darüber hinaus zu der einen oder anderen Erkenntnis verhelfen kann.

Rezensent: 6



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