11.01.2010

Der Pferdedieb

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Inmitten einer steinigen und sandigen Landschaft liegt ein kleines Städtchen mit dem Namen Dusty Rocks.Die Stadt war herausgeputzt für den alljährlichen Höhepunkt der unmittelbar bevor stand.Ein Wettbewerb um das edelste Pferd.Mein Pferd nimmt natürlich auch teil.

Wie jeden Abend ging ich in den Saloon um den neuesten Gerstensaft von Joe dem Saloonbesitzer zu probieren.Joe ist bekannt für seine wildesten Kreationen.

 

"Hey Joe,gib mir deinen neuesten Stoff den du hast!" rief ich ihm zu.Joe sah mich mit großen Augen an."Bist du dir wirklich sicher das du ihn willst?Einen Tag vor dem wichtigsten Wettstreit?"

"Natürlich,die Vorbereitungen sind alle getroffen und ich denke diese Jahr habe ich eine wirklich große Chance!" "Hah," platzte Joe heraus "da hast du noch nicht die neueste Errungenschaft von Gary gesehen!" Gary ist mein liebster Poker Gegner.Es liegt vielleicht auch daran das er nicht besonders viel Glück bei diesem Spiel hat,doch das ist eine andere Geschichte.

"Gegenüber vom Eingang steht der Favorit des diesjährigen Wettbewerbes"

 

Da mußte ich mich natürlich gleich selbst überzeugen und rannte hinaus.

Oh Mann!Ein Traum von einem Pferd.Ich ging resigniert wieder an den Tresen zurück und nahm erstmal einen großen Zug von Joes Gebräu.´Da muß ich mir was einfallen lassen´ dachte ich mir.

Vielleicht ist ja der Zügel ein bisschen locker und der Favorit büchst aus.

 

Mir wurde es auf einen Schlag ziemlich seltsam.Der Gerstensaft war anscheinend doch stärker als ich dachte.Ich setzte mich erst einmal für eine Weile.Ich weiß nicht mehr wie lange ich dort saß,aber irgendwie kam wir alles etwas komisch vor.

 

Plötzlich stürme der Sheriff in den Saloon.Er kam direkt auf mich zu und packte mich am Arm.

"Du wurdest als letzter an Garys Pferd gesehen bevor es verschwand.Die Leute beschimpfen dich als Pferdedieb!"

"Das kann nicht sein!Ich habe mir das Pferd doch nur angesehen!"versuchte ich mich zu verteidigen.In diesem Augenblick merkte ich allerdings das mein Kommentar nur wie eine billige Ausrede klang.

"Du weißt was dir jetzt blüht?" fragte mich der Sheriff mit echtem Mitgefühl."Es tut mir echt leid, nur Gesetz ist Gesetz und ich kann mich nicht gegen meine Leute stellen."

 

Oh Gott! Ich ein Pferdedieb!

Jeder Pferdedieb wußte mit welcher Gefahr er spielte.Ich wußte genau,wenn man erwischt würde,man hängen müßte.Nur war ich unschuldig!

Oder war das Gebräu von Joe wirklich so stark das ich nicht mehr wußte was ich tat?

 

Der Sheriff machte sich mit mir auf den Weg zum Marktplatz.

Es hatten sich nur wenige Leute zu diesem Schauspiel versammelt.

Ich gehe meine letzten Schritte zum Galgen.Meine Hände sind hinter meinem Rücken zusammengebunden.Tränen der Angst rollen mir lautlos an den Wangen hinunter.

Aber ich gehe,setze einen Fuß vor dem anderen,bis ich genau unter dem Seil stehe.

Der Henker steht hinter mir und legt mir die Schlinge um den Hals während ein Priester an meiner Seite leise aus einer Bibel liest.

 

Ich weiß, dass ich auf einer Falltür stehe,meine Knie zittern.

Ich weiß, dass diese Falltür auf das Zeichen des Sheriffs geöffnet wird und...

ich falle...die Falltür ist aufgeklappt worden...der Strick hält nicht-er reißt...ich falle durch bis zum Boden.

Innerhalb einer Zehntelsekunde realisiere ich was passiert ist.Der Sheriff und seine Leute stehen alle mit offenem Mund da.

 

Ich weiß nur eins,jetzt muß alles schnell gehen.

Schnell springe ich auf meine Beine und spurte in Richtung des Flußes.Das Schilf am Ufer zerkratzt meine Arme und mein Gesicht während ich mit großen Schritten,die Hände immer noch aud den Rücken gebunden, hindurch laufe.Es schmerzt, aber ich freue mich, ich lebe noch und könnte es schaffen.Mit einem Hechtsprung springe ich in die Fluten.ein paar Meter weiter im Fluß tauche ich wieder auf, schaue mich um und sehe wie die Leute schon am Ufer stehen und auf mich zeigen.Wegen der Strömung schwimme ich ins Schilf am anderen Ufer und drehe mich um.

Ich sehe die Leute immer noch und weiter hinten kommt auch schon der Seriff mit den Hunden.Ein paar Fischer sind dabei und lösen ihre Boote.Ich bekomme Panik!

Das Wasser ist kalt, ich muß einfach weiter, darf mich nicht mehr umblicken.

 

Mit aller Kraft zerre ich am Seil das meine Hände fesselt.Höre das Klatschen der Paddel,die bellenden Hunde,die zusammen mit dem Sheriff schon auf einem der Fischerboote sind.

Ich stoße mich wieder ab...und tauche...nun aber schnell...und möglichst weit weg...und...ich falle...die Falltür ist aufgeklappt worden...der Strick ist richtig bemessen.

Das letzte was ich höre ist ein lautes "KNACK"

 

Ich fiel hart.Bin ich jetzt tot?Ich spüre ein starkes Rütteln.Was war passiert?

Ich schlage meine augen auf und sah in das Gesicht von Joe dem Saloonbesitzer.

"Mann,wenn du mein Gebräu nicht verträgst, dann laß bloß die Finger davon!Du bist auf dem Stuhl eingeschlafen und warst so unruhig das ein Bein gebrochen ist.Du hattest wirklich Glück das du dir nich das Genick gebrochen hast!" Er ging wieder zum Tresen zurück und schön langsam kämpfte ich mich wieder in die Realität zurück.

"Ach ja," rief Joe mir noch zu."Der Sheriff war vorhin hier.Das Pferd von Gary hat sich losgerissen und jetzt ist die halbe Stadt auf der Suche nach ihm.

Du hattest doch nicht etwa was damit zu tun oder?"

Den letzten Satz betonte er mit einem schelmischen Augenzwinkern.



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