17.05.2011

Der alte Kater

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Es war einmal ein alter rot getigerter Kater, der hatte
kein Vertrauen mehr zu den Menschen, oft genug hatten sie ihn im Stich
gelassen. Er war ein Straßenkater und lebte von Ratten, Mäusen und
natürlich auch von Katzenfutter, was gute Menschen ihm hinstellten. Das
Katzenfutter nahm er sich aber erst, wenn ihn Keiner sah.  In letzter Zeit
aber sehnte er sich nach einem warmen Plätzchen und genügend Futter, er
war jetzt alt und hörte kaum noch, deshalb fing er auch sehr wenig.
Außerdem war es schon Dezember und empfindlich kalt. Er schlief in einem
alten Karton hinter den Mülltonnen.  Eines Morgens wachte er mit
schmerzenden Beinen und großem Hunger auf. Er dachte sich, so kann es
nicht weitergehen, ich brauche dringend ein Dach über den Kopf.   So fing
er an zu wandern, er lief aus der Stadt und kam auf eine Landstraße, die
auch nicht all zu sehr befahren war. Doch gerade als er über die Straße
lief, kam ein Auto angefahren. Beinahe hätte das Auto den armen Kerl
erwisch. Doch Gott sei Dank konnte der Mann, der das Auto fuhr noch
rechtzeitig bremsen. Der Mann stieg aus und sah nach dem Kater, der war so
erschrocken, dass er wie erstarrt sitzen blieb. Der Mann sprach: „Ach du
armes Kerlchen jetzt hätte ich dich fast erwisch, da bin ich aber froh,
dass du noch lebst“! Und dann streichelte er den Kater. Dem Roten gefiel
diese Zuwendung und ohne dass er es wollte fing er an zu schnurren. Der
Mann war ein sehr tierlieber Mensch und fragte sich, ob das Katerchen
Jemanden gehört, aber wie der aussah, wohl eher nicht.  Er meinte zu ihm:
“Du bist ein Streuner, aber in letzter Zeit geht es dir nicht mehr so gut,
bist schon ganz abgemagert. Gestreichelt hat dich auch schon lange keiner
mehr, dein Fell ist ganz verfilzt. Was hältst du davon, wenn du mit zu mir
nach Hause gehst? Bei uns bekommst du ein warmes Plätzchen am Ofen und
Futter haben wir auch genug“. Natürlich verstand der Rote die Worte nicht,
aber den Sinn schon, er war auf keinen Fall abgeneigt. Der Mann merkte das
auch, wusste aber, dass der Kater sicher nicht mit ins Auto steigen würde,
also lies er den Wagen stehen und lief.  Der Rote kam ihm in einigem
Abstand hinterher, sie hatten es auch nicht mehr weit bis zum Haus des
Menschen. Dort angekommen, zeigte der Mann dem Kater erst einmal die warme
Scheune und sagte zu ihm, dass er da schon mal bleiben kann. Dann rief der
Mann seinen Tierarzt an, ob er schnell noch Wurm- und Flohmittel bekommen
könnte. Der Tierarzt war sowie so auf dem Weg zu einem Nachbarn und kam an
seinem Haus vorbei, er untersuchte den Kater auch gleich noch. Dann gab er
ihm die Medikamente und meinte, dass sonst alles in Ordnung mit dem Roten
sei.  Da sagte der Mann zum Katerchen: „Gut, mein Roter, jetzt darfst du
mit in die gute Stube, meine Frau und mein Sohn werden sich freuen“.
Besonders der Sohn freute sich sehr!  Aber auch die Frau mochte den Roten,
sie hatte erst vor vier Monaten eine Katze verloren.  Und so bekam der
"Alte", dann doch noch ein schönes zu Hause, wo man ihn liebte und
versorgte!



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