07.03.2010

Aus Liebe zu Dörfleisch

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Aus Liebe zu Dörrfleisch

100 Wunden frei erfunden




Da liegt sie also vor mir. Angela Merkel.
Textilfrei und unbewegt, eben dort, wo ich sie vor einer halben Stunde abgelegt hatte. Stumm starrt sie an die Decke. Obgleich sie meine Anwesenheit bemerkt haben muß, würdigt sie meinen nackten, vom Duschen noch stellenweise feuchten Körper keines Blickes. Auch mein Penis mag sich sichtlich nicht so richtig auf die nun folgende Begegnung freuen. Unheilvolle Schrumpeligkeit, wo sonst majestätische Allmacht erstrahlt, läßt mich über optimalen Ablauf und Erfolgsaussichten meines Vorhabens mutmaßen.

Schon einen guten Meter vor der unteren Bettkante begebe ich mich auf alle Viere, um nicht zu schnell zu viele optische Eindrücke aus unmittelbarer Nähe zu gewinnen und die Versteifung auf das Wesentliche nicht unnötig zu erschweren. Behutsam krieche ich den schäbig aussehenden Teppichboden entlang, bis ich nahe genug bin, um mit den Händen auf dem Bettende vor mir Angelas untere Extremitäten ergreifen zu können. Beide Fußgelenke fest im Griff ziehe ich ihren Körper zu mir, bis die Knie unmittelbar über der Kante liegen und sowohl links als auch rechts neben meinem Kopf ein deformiert aussehender, nach Mottenkugeln und Bienenwachs riechender Unterschenkel baumelt. Mit stärker werdendem Herzklopfen hebe ich meinen Kopf auf Matratzenhöhe und bewege mich neugierig, aber auch mit gebotener Vorsicht auf Angelas Lustgrotte zu. Der Geruch, der mir entgegen schlägt, ist schwer einzuordnen. Muffelig, einer frisch geöffneten Grabeskammer nicht unähnlich, dabei aber schneidend und süßlich. Ich blinzele kurz, als der stechende Vulvageist meine Augen entflammt, weiche aber nicht zurück. Ich schiebe Angelas Oberschenkel mit meinem unaufhaltsam in ihr Allerheiligstes vorzustoßen trachtendem Haupt weiter auseinander, je näher ich dem Fixpunkt dessen komme, was irgendwann einmal ein fruchtbares, weiches und einladendes Stück Ackerland gewesen sein kann. Was ich stattdessen sehe, verschlägt mir kurz den Atem. Platt und ausgedorrt wuchert Schambehaarung über einem blass-rötlichen Hautlappen, der als einzig wahrnehmbarer Hinweis auf das Vorhandensein jenes flüsternden Auges meiner akuten Begierde irgendwo im Nirgendwo zwischen schier unendlichen Weiten wild verwuchertem Niemandslandes entsprungen sein muß.
Nun gilt es, einerseits sanft und sinnlich, andererseits ohne Verletzungen zu riskieren oder mechanische Hilfsmittel einzusetzen den Eingang zum Zentrum der Mächtigen freizulegen. Nach kurzem Zögern stürze ich mit dem kompletten Gesicht ins unzähmbare Dickicht, wühle und stochere mit der Nasenspitze umher auf einer halb verzweifelten, halb von bestechender Faszination bestimmten Expedition ins Lehrreich. Obgleich ich meine Augen fest verschlossen halte, sehe ich Angelas Gesicht deutlich vor mir, bleibe mir klar darüber, wo ich mich gerade befinde, was ich hier tue ... und stelle erstaunt eine beginnende Errektion bei mir selbst fest, als wolle mein bester Freund und Kammerad auf Lebenszeit mich trotz besseren Wissens nicht im Stich lassen auf meiner schweren Odyssee. Vielleicht liegt des Schwengels Sinneswandel auch einfach darin begründet, daß ein jeder halbwegs gesunder Vertreter seiner Art auf Auslösereize wie Nase-im-Unterleib irgendwann automatisch reagiert, so scheint Gottes Wille, das unabwendbare Schicksal jedweder Männlichkeit.

Ein neuer Geruch reißt mich aus meinen Gedanken, vertraut von so vielen Begebenheiten ähnlicher Brisanz, immer wieder neu und doch jedesmal im Kern identisch. Dieser neuen Spur folgend entdeckt meine Nasenspitze bals eine kleine, dem Tastsinn kaum zu vermittelnde Unregelmäßigkeit im unbarmherzigen Dschungel längst versiegter Eitelkeiten, die ich ohne den jetzt immer stärker werdenden Lockstoff wohl lange Zeit nicht entdeckt hätte. Einladend, weiblich, erregend ... ich versuche mit der Zunge, die Pforte zu durchdringen.
Ich falle. Ein Abgrund tut sich vor mir auf, feucht und warm. Erschrocken versucht meine Zunge, irgendeinen Halt zu finden, wild um sich wirbelnd und tastend. Angela bewegt sich ohne Vorwarnung ruckartig zur Seite und klemmt für kurze Zeit mein Gesicht zwischen ihren Schenkeln ein. Ich scheine tatsächlich eine empfindliche Stelle erwischt zu haben, gerate meinerseits durch Angelas unvermutete Reaktion auf mein Tun in Panik und versuche krampfhaft, mein Haupt aus Angelas Schenkelkrampf zu lösen, aber je größere Anstrengung ich in diese Richtung unternehme, umso heftiger scheint Angelas stacheliges Fleisch mich halten zu wollen. Die Luft wird knapp, ich sehe keine Möglichkeit, mich zu befreien.
Was für eine grausame Art, zu sterben ...

Ebenso plötzlich und unvermutet, wie sie aufgetreten war, löst sich Angelas Schenkelzange wieder und gibt mich frei. Keuchend und japsend schnelle ich in die Höhe, drehe mich weg, orientiere mich neu. Das Erlebte verwirrt mich, ich spiele mit dem Gedanken, mich der Situation durch Flucht aus dem Zimmer zu entziehen und all dies hinter mir zu lassen.
Ich kann es nicht. Ich bin bereits zu weit gegangen, um jetzt einen Rückzieher machen zu können. Es muß jetzt geschehen, oder ich werde mir nie wieder ins Gesicht sehen können.
Vorsichtig drehe ich mich wieder in Richtung Bett. Mittlerweile aufrecht stehend überblicke ich das ganze Zimmer, die komplette Matratze, alles, was es von Angela zu sehen gibt.

Ich sehe, wie Angela nach ihrem kurzem Auflodern wieder regungslos und unverwandt an die Zimmerdecke starrend in ihrer ursrünglichen Position verharrt. Ich sehe ihre relativ üppigen Brüste, wie sie in unattraktivem Winkel seitlich schlaff vom Körper lappen, jede in Form und Größe eine unbestreitbare Eigenständigkeit anstrebend.
Ich sehe ihren von Gewebeschäden gestreiften und in der Körpermitte merklich ausladenden Unterbauch, ihren nach außen gestülpten, kronkorkenförmigen Bauchnabel, die strammen Schenkel, deren Innenseiten mich eben fast den Erstickungstod haben durchleiden lassen, die rauhen, aufgesprungenen Ellbogen, die von wildem, überquollenem Fleisch bedeckten Oberarme ......
und ich verstehe, daß ich mich beeilen muß, wenn ich meine hart erarbeitete Errektion noch ihrem zugedachten Zweck überführen möchte.

Ohne weiter Zeit an Grübelei zu verschwenden werfe ich mich auf die regungslos meinen Taten entgegenharrende Regierungscheffin, presse die ganze Angela unter mir fest auf die weiche Unterlage, packe ihre Handgelenke und dringe tief in die noch immer spürbar angefeuchtete Vagina ein.
Kein Mucks entfährt Angelas Kehle, ihre Blicke haften an der Decke wie von unsichtbaren Ketten fixiert. Zwar versetzen meine Stöße Angela in rhythmische Bewegung, doch scheint kein sichtbares Leben in ihr. Ein Gefühl, als versuche man, einen Leichnam durch Transfer von purer, ungefilterter Energie wieder ins Leben zurück zu ficken.
Immer schneller und ekstatischer stößt mein Körper seine Reserven an Lebenskraft in den unter mir siechenden Klumpen Fleischmasse. Meine aufrichtige Hoffnung, die Frau im Bundesfiffi erwecken zu können, eine zumindest nahezu menschliche Flamme von Lust und Gier im Moloch des ewigen Verfalls zu entfachen, erfüllt sich nicht.
Was immer Angela noch vor wenigen Minuten dazu bewegte, mich zwischen ihre Beine zu pressen, scheint längst wieder verflogen zu sein, war möglicherweise ohnehin nur ein dummer, körperlicher Reflex ohne Geist und Sein.
Ich muß es mir wohl eingestehen: Meine Mission ist gescheitert.


Nach weiteren 10 qualvoll entmutigenden Minuten spüre ich endlich, wie sich ein Erlösungsschrei in mir zusammenbraut.
Ich entferne meinen Liebesmuskel aus eruptionsarmem Untergrund und feuere aus allen Rohren meinen Frust ins Freie.
Der erste Schuß ergießt sich kraftlos über das umstehende Ödland,
eine weitere, wesentlich kräftigere Salve trifft unvermutet präzise Angelas Kinnpartie. Ich erschrecke mich ein wenig ... das hatte ich nicht beabsichtigt. Auch sie scheint milde überrascht - ihre starren Blicke lösen sich von der Zimmerdecke und treffen mich lähmend aus weit aufgesperrten, ausgemerkelten Seelenfenstern, so daß meine Selbstsicherheit kurz zum Erliegen kommt. Eine Weile geschiet nichts, wir schauen einander einfach nur emotionslos auf die von der Schöpfung außergewöhnlich unschön modelierten Gesichter. Eine Spannung liegt in der Luft, die jeden einzelnen Moment des eben beendeten Geschlechtsaktes an Intensität und Lustgewinn locker überragt.
Dann, langsam, Stück für Stück, schiebt Angela ihre Zunge zwischen den formlosen Lippen ins Freie. Mit erstaunlicher Gewissenhaftigkeit schaufelt das blauädrige Stück Oralanatomie meinen warmen Reproduktionsnektar in den mittlerweile halb offenen, dumpf gurgelnden Schlund. Ein Zucken in den schlaff nach unten hängenden Mundwinkeln will mich bestätigen, mich lohnen und vergelten, was ich eben auf mich nahm. Ich kann bei diesem Anblick eine spontane Entleerung meines Mageninhaltes nicht unterdrücken. Heftig und lautstark übergebe ich mich auf Angelas nackten Leib, während sie kraftlos mein Haar verzaust und an meinen Ohrläppchen zupft. Passiert ihr wohl nicht zum ersten Mal ... dies alles ... was für eine Welt.

Ich habe endgültig genug, entreiße mich ihrer gefühlskalten Liebkosung und ergreife die Flucht. Nicht einmal anziehen oder säubern möchte ich mich; nur weg, nichts wie weg, das ist mein einziger Gedanke. An der Tür zum Hotelzimmer sehe ich ein letztes Mal aus den Augenwinkeln die mächtigste Frau, die sich mein Schwanz jemals Untertan zu machen in der Lage wähnte ... wie sie mit den Knubbelkriffeln mein Erbrochenes zärtlich über ihre fleckige, grobporige Haut verteilt - ein Stück menschliche Wärme; seltenes, flüchtiges Glück für zwangsenteignete Weiblichkeit im Dienste einer geschlechtslosen Masse.



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