04.05.2011

Die Fabel vom Raben und der Raupe

() Märchen & Fabeln 2011

Bild zu Vor langer, langer Zeit lebten ein schlauer, aber auch neugieriger Rabe und eine faule, sehr bequeme Raupe friedlich zusammen.

Eines Morgens, die Raupe hatte es sich gerade in der Sonne auf einem fetten grünen Blatt bequem gemacht, kam der Rabe vorbei und nicht das erste Mal ärgerte ihn so viel Faulheit und Bequemlichkeit. „Sag mal Raupe interessiert dich denn gar nicht, was so um dich herum geschieht?“ begann er ein Gespräch. „Nö“ erwiderte die Raupe und rekelte sich genüsslich in der Sonne. „Willst du auch nicht wissen was die Zukunft bringt?“  „Nö, mir geht es gut, was kümmern mich da die anderen, was interessiert mich die Zukunft!“ Aber der Rabe lies ihr keine Ruhe: „Weißt du eigentlich, dass du mal ein sehr schöner Schmetterling sein wirst, mit großen Flügeln fliegst du dann von Blüte zu Blüte?“ „Ach hör doch auf... was soll ich fliegen und schön, was ist das? Ich lebe im Heute und Jetzt, habe satt zu fressen. Das Blatt hier schaffe ich bestimmt nicht, wenn ich mit dir weiter rede. Ich sollte mit dem Fressen beginnen. Ich fliegen, schön, ich bin schön und erfreue mich meines Daseins.“

Der Rabe wurde langsam richtig sauer: „Wie kann man so desinteressiert sein, so bequem so nichtsnutzig. Du bist überflüssig und dumm. Sieh dich mal um, wie schön alles um dich rum blüht und grünt. Alle Tiere sind unterwegs, beschäftigt, suchen Futter, kümmern sich um den Nachwuchs, ja fressen müssen sie alle auch, aber das ist nur ein kleiner Teil ihres Lebens.“ Die Raupe hörte gar nicht mehr zu, drehte sich weg und fraß genüsslich an ihrem Blatt.  So viel Arroganz und Überheblichkeit war für den Raben einfach zu viel.

„Raupe du hast Recht, man lebt im Hier und Jetzt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du mal fliegen kannst und ein schöner Schmetterling wirst. Ich dagegen habe jetzt Hunger und muss noch weit fliegen und meine Familie versorgen.“ Sagte es, schnappte mit seinem großen Schnabel nach der Raupe, fraß sie auf und flog davon!

Und die Moral von der Geschichte:

Denkt immer dran, wer desinteressiert nur im Heute lebt, sich für nichts interessiert und sinnlos in den Tag lebt, lebt nicht immer und unbedingt ungefährlich und verschenkt seine Zukunft und sein Lebensglück.



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  • Stichwörter

  • Rabe, Raupe, Fabel, Schönheit, Schmetterling, fliegen, fressen, Desinteresse, Arroganz, Überheblichkeit, Zukunft, Lebensglück
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