03.11.2010

Dr. West und Mr. Arington

() Thriller Oktober 2010

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Wieder eine kurze Nacht, wieder zu viel Alkohol. 

Wobei der Alkohol nicht das einzige war. Unter anderem gab es noch etwas Gras, Ecstasy, Speed und nicht zu vergessen die guten alten Betäubungsmittel, die ein Medizinstudent im Laufe seiner Karriere so kennenlernt. Mediziner-Parties waren die besten. Natürlich nur für Eingeweihte. Denn man achtete sehr darauf das das Gesetz hier blind und taub war. 

Nicht selten kam es vor das so eine Fete aufflog. Sei es wegen zu lauter Musik oder den manchmal vorhandenen Drogentoten. Natürlich gab es auch jede Menge Vaterschaftsklagen oder Abtreibungen. Aber das waren nur Nebenprodukte für die man sich auf da keinen Fall den Spaß entgehen lies. 

Die etwas heruntergekommene Studentenbude lag glücklicherweise etwas abseits des Kerns der Stadt. So konnte man etwas weiter die Straße hinauf freiwillige Wachen posieren, die sofort Alarm schlugen sobald auch nur ansatzweise Blaulicht in Sicht war. Bisher funktionierte dieser simple Plan wunderbar. 

Die Bude, oder beser gesagt das Haus, war die beste Option wegen seiner Lage. Diese gab es erst seit zwei Jahren. Da zogen John und Dave ein. Man vermutete das sie einer reichen Familie entsprangen und beneidete sie auch ein wenig. Doch um dem entgegenzukommen boten die beiden das Haus für Parties an. Seit dem fragte auch niemand mehr nach den Wurzeln.

 

John stand im Badezimmer und betrachtete sein Spiegelbild. Normalerweise sah er sehr gut aus. Hellblaue Augen und blonde Haare dazu die Hautfarbe eines Surfers. Er wusste, dass viele Frauen in seinem Bekanntenkreis alles tun würden um mit ihm ins Bett zu steigen. Doch glücklicher Weise war er seiner Freundin Janice treu ergeben. Ausserdem hatte und konnte die Frau alles was ein Mann sich wünscht. 

Doch heute war nicht Normalerweise. So wie er heute aussah, hätte man ihn gleich in eine Entzugsklinik gesteckt. Die blauen Augen waren umrandet von tiefschwarzen Rändern und roten Adern. Die Surferhaut war blass und Bartstoppeln wucherten hervor wie Schimmel sich ausbreitete. 

 

>Fuck< sagte er sich. 

>Du siehst ja beschissener aus, als eine Leiche<

Vage erinnerte er sich an den Abend. An die vielen Menschen die kamen, an Janice wie sie auf ihm saß und sogar noch an die Nutte die von irgendwoher kam. 

 

John ging in das Wohnzimmer. Beinahe stolperte er über eine Pizza. Oder das was davon übrig war. 

Des weiteren nahm er einen verloren gegangenen BH mit um ihn in den Müll zu werfen. Er ging weiter in die Küche und suchte sich einen heilen Becher, dazu noch möglichst sauber, raus. Den Kaffee fand er glücklicherweise dort wo er ihn in Erinnerung hatte. Er gab beherzte drei Löffel davon in den Filter und startete die Kaffeemaschine. 

Es war eine sehr alte, weshalb so ein Vorgang schonmal gute dreizig Minuten dauern konnte, doch John liebte diese Maschine und er nahm sie in jedes neue Haus mit. Er bewegte sich Richtung Flur zurück zum Badezimmer. 

Unterwegs warf er noch ein Auge auf die Tür zum Zimmer seines Mitbewohners Dave. Doch diese schien verschlossen zu sein und er konnte dahinter auch nix hören. 

Dave war Schauspieler und versuchte sich an einer Privatschule. Nebenbei verdiente er etwas Geld im Theater. John hatte schon mehrere seiner Vorstellungen besucht und fand das Dave sehr gut war. Aber eine Steigerung gab es in der heutigen Gesellschaft immer. Man war nie gut genug. Man musste exzellent sein, ein Unikat, die Goldmünze in der Scheisse.

Soweit er sich erinnern konnte nahm Dave gestern jede Menge harten Stoff zu sich. Kein Wunder, dass der noch schlief. John sprang unter die Dusche und lies das kühle Wasser auf sich niederprasseln. Kaltes Wasser hatte er schon immer bevorzugt. An das letze Mal als er noch mit warmen Wasser geduscht hatte konnte er sich nicht mehr erinnern. Kaltes Wasser brachte seinen Verstand auf Trab und das konnte er durchaus sehr gebrauchen. Er dachte an Janice. Ihre grünen Augen, das lange blonde Haar. Ihre festen Brüste die in seiner Hand lagen als wären sie dafür geschaffen. Ihr straffer Arsch, den er schon oft nicht nur mit Öl einmassiert hatte. Ihr weiches Fleisch. John merkte das er auf bestem Wege war einen Ständer zu bekommen. 

Da Janice heute wahrscheinlich keine Zeit hatte, würde er es sich später selbst besorgen müssen. Ein notwendiges Übel, dem er als Mann nicht ausweichen konnte.

 

Er stieg aus der Duschkabine und trocknete sich ab. Das Handtuch lies er liegen und ging, nackt wie er war, zurück zur Kaffeemaschine. Er goss diesen in den Becher und hörte wie sich die Tür zu Daves Zimmer öffnete. 

>Kaffee, Dave?< 

Keine Antwort.

>Na da hat sich wohl gestern jemand übernommen.< neckte er ihn und drehte sich um.

 

Becher samt Kaffee vielen ihm aus der Hand.

 

Als er Dave sah, konnte er nicht anders als diesen fassungslos anzustarren. 

Dave war von oben bis unten mit Blut beschmiert. Es war noch nicht trocken und war einfach überall an ihm. Als hätte er in einer einzigen Blutlache geschlafen. 

John erwachte aus seiner Starre, ging mit dem Rücken voran Richtung Wohnzimmer und trat dabei auf den Pizzarest der sich wie alte Haut vom Teppich löste. Dave stolperte hinterher und das Blut tropfte.

Doch trotz des vielen Blutes war es nicht das wovor John wich. Denn Dave hielt noch etwas in seinen Händen. Und das war der Grund. John konnte seine Augen nicht davon lösen. Denn die leeren grünen Augen  starrten ihn aus Janices Kopf an. Der Mund stand halb offen als wollte sie ihm noch was sagen.

 

Dave der Johns Blick folgte sah auf den Kopf und erschrak, als sehe er zum ersten Mal was er da in den Händen hielt. Er lies den Kopf einfach fallen. Dieser rollte direkt von seinen Füssen zwischen die beiden Männer und starrte weiter ins Leere. 

 

>John< sagte er und ging unbeholfen auf diesen zu.

 

>DU! Bleibst schön da wo du bist!< schrie dieser und zeigte mit dem Finger auf Dave

>John, ich...<

>Verdammt noch mal, Dave! Das ist Janice! Das ist Janice! Janice!< 

>John, ich weiss. Aber...<

>ABER WARUM! 

Hilflos zuckte Dave mit den Schultern und sah John in die Augen, dem wohl gerade bewusst wurde, dass er immer noch nackt war. Panisch schnappte er sich ein Kissen von dem Sofa und das Telefon fiel auf den Boden direkt neben den Kopf. Mit dem Kissen bedeckte er das nötigste. 

 

>Dave... ich nehme jetzt das Telefon und rufe die Poliei.<

Bedacht ging John zum Telefon.

 

>John bitte! Ich war das nicht!<

>Was warst du nicht?! Du bist voller Blut so guck dich doch mal an!<

>John verdammt. Ich bin dein Freund<

 

Dave war kurz vor dem Zusammenbruch und John konnte seinen Freund nicht einfach ohne eine Chance bei der Polizei melden. Abgesehen davon, hatte Dave wirklich noch nie so etwas abstraktes vollbracht. Das konnte man ihm einfach nicht zutrauen. 

 

>Okay, du erzählst mir jetzt, wie das passiert ist. Und lass´ dir verdammt noch mal was gutes einfallen.<

 

Dave setzte sich auf das Sofa, ohne wirklich zu merken das er es geradezu mit Blut tränkte.

 

>John, du weisst aber das ich mich nicht an alles ...<

 

Mit einer knappen Geste brachte John Dave zum Schweigen. 

 

>Erzähl mir wenigstens was du überhaupt noch in deinem Drogenhirn hast.<

 

Dave schaute eine Weile in die Weite. Doch dann konzentrierte er sich und John sah ihm an das er sich jede erdenkliche Mühe gab. Der arme Dave dachte. Er hielt das Telefon fest in der Hand.

 

>John, du kannst dir ruhig was anziehen.<

>Das kann warten.<

Es klingelt. 

 

>Dave, machst du mal auf?!<

 

Mein jahrelanger Mitbewohners John. Der beste den ich hatte. Wir haben viele gemeinsame Interessen. 

 

>Ja. Klar.<

 

Ich gehe zur Tür und mache auf. Vor mir stehen zehn Menschen in deren Augen nur eins zu lesen ist:

Party, Party, Party.

Ich bin mir nicht sicher ob ich überhaupt einen davon kenne aber mir ist es recht so. Zum feiern findet man immer Freunde. Ich gebe einen Wink und die Menge strömt an mir vorbei wie eine Herde Schafe. 

 

Ich sitze mit Ernie am Tisch und ziehe mir etwas Kokain rein. Er schaut total dämlich drein. Aber ein Überblick sagt mir, dass so ziemlich alle, bis auf John, etwas verplant sind. Jane hat sich selbst zum Türsteher ernannt und öffnet die Tür. Herein kommt eine Frau deren Auftreten ziemlich klar zeigt wofür sie hier war. Ich suche mein Glas. Wodka mit etwas Ecstasy. Eine gute Mischung.

 

Ich ficke sie. 

Mit kräftigen Stößen von Hinten. 

Ihr ganzer Körper vibriert. 

Ich lege meine Hände um ihre Titten. 

Ihre Titten sind der Wahnsinn. 

Sie verändern ihre Größe. 

Ich ziehe meinen Schwanz aus ihr und sie lacht. 

Ich packe sie an den Haaren und ziehe ihr Gesicht an meinen Schwanz. 

Der windet sich wie eine Schlange. 

Bis zum Anschlag drücke ich ihr Gesicht gegen mein Becken.

 

Wir laufen nackt durch die Felder. Das glühende Licht hinter uns sagt mir wo das Haus steht. Aber das ist ihm Moment egal. Plötzlich schreit jemand auf.

 

>Tom!< ertönt es weiter vorne. Wir gehen hin.

 

Eine Frau steht da und Tom. Tom hat sich mit seinem Schwanz im Stacheldraht verfangen. Er steht da, guckt an sich herunter und lacht. Ich merke das die Hälfte der Anwesenden nackt ist. Die Schwänze wie Schlangen und diese Titten die sich vergrößern und verkleinern. Irgendwie schafft Tom es, sich aus dem Draht zu winden. 

>Zeit für Nachschub!< schreit er und eine Tablette landet in meiner Hand. Ich weiss nicht was es ist, doch ich nehme sie. 

 

Ich wache auf meinem Bett auf und schaue an mir herunter. 

Unter meiner Haut erwacht das Leben. 

Maden und Würmer kriechen unter ihr entlang. 

Meine Beine hinauf, die Hände. 

Die Tür geht auf. 

Meine Augen weiten sich. 

Vor mir steht ein Alien. 

Mit großem Kopf. 

Und diesen geilen Titten. 

Es tropft saftig zwischen ihren Beinen. 

Mit einem Sprung ist sie auf mir. 

Ich lasse mich von einem Alien ficken. 

Doch viel bekomme ich nicht mit. 

Eine wohlige Schwärze umarmt mich.

Fein.

 

John schaute Dave mit großen Augen an.

 

>Und wie zur Hölle ist der Kopf bei dir gelandet?!<

>Ich weiss es nicht... Scheisse!<

>Ja, dass und noch viel mehr.<

 

Verzweiflung machte sich in Daves Gesicht breit.

 

>Ich bin geliefert aber dermaßen.<

 

>John stand auf und ging in die Küche.

 

>Ey man, hörst du mir zu! Ich bin geliefert!<

 

Keine Antwort.

Dave fing an zu weinen. Er hatte es wohl eindeutig übertrieben. Eindeutig.

 

>Nun Dave...< sagte John und kam zurück.

>... das bist du in der Tat.<

 

Dave machte große Augen als er das Messer sah, welches John aus der Küche mitbrachte.

Sofort sprang er auf und versuchte so schnell wie möglich Abstand zwischen sich und dem Messer zu gewinnen. 

 

>John! Ich flehe dich an! Leg´ das Ding weg!<

 

Doch ein Blick in Johns Augen sagte ihm, dass jegliches Bitten zwecklos war. 

 

>Wieso? Du sagtest doch du seist geliefert. Und du hast meine Freundin umgebracht. Wahrscheinlich hast du sie auch noch flachgelegt! Als Alien versteht sich.<

 

John kam ungerührt näher und Dave knickten die Beine ein.

Schluchzend kauerte er vor John. In aller Seelenruhe legte John ihm das Messer an den Hals.

 

>Irgendwelche letzten Worte?<

 

Und sie lachten. 

Als gäbe es keinen Morgen mehr. 

John fiel vor Dave auf den Fußboden

Und sie lachten. 

Wie immer. 

Wie zwei Jungs die über einen ersten Witz lachten. 

Sie liefen rot an und mussten Luft holen. 

Und lachten weiter. 

Tränen standen ihnen in den Augen. 

Als hätten sie ihr Leben lang nicht gelacht. 

Jeder Mutters Herz hätte sich bei diesem Lachen gefreut.

 

Nachdem sie sich von ihrem Anfall erholten setzten sie sich auf das Sofa.

 

>Irgendwelche letzten Worte... scheisse John du guckst zu viele schlechte Filme.<

>Das war aus keinem Film.<

>Ach komm, für solche Leistungen fehlt dir die Fantasie. Du bist Mediziner.<

 

John winkte ab. 

 

>Und mal ehrlich es war doch nicht nötig, dass du nackt vor mir stehst.<

>Ich wollte sehen ob sich der geborene Schauspieler auch halten kann.<

>Da hättest du mir schon deinen Arsch hinhalten müssen.<

>Und das hätte dich aus der Fassung gebracht?<

 

Dave stutzte.

 

>Also ich bin nicht... !<

 

John unterbrach ihn mit einem Wink und lächelte.

 

>Und jetzt mal ehrlich John. Musstest du mir diesen Kopf auf meinen Schwanz legen?<

>Ich dachte so wäre er dir noch von nutzen.<

>Und wo ist der Rest? Ich meine der Körper?<

>Ich mach heute Hackbällchen und Gemüsebrühe.<

>Achso.<

 

Ein Schrei erklang aus dem Keller.

 

>Haben wir noch Besuch?<

>Die Nutte.< sagte John und stand auf.

 

Er nahm sich den Kopf vom Boden und betrachtete ihn genauer.

 

>Also an deiner Stelle würde ich ihr nicht im Mund rumfummeln.<

 

John sah Dave mit vielsagendem Blick an und dieser lächelte.

 

>Sie war also noch warm?<

 

Dave stand auch auf und sie gingen zur Kellertür.

 

>Dr. West.<

>Mr. Arington?<

>Eine OP wartet auf sie.<



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  • Psycho, Student, Blut, Drogen, Sex, Alien
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