31.08.2011

Von Kugeln, Namen und Menschen

() Humor & Satire 2011

Auf unserem Planeten passieren die unglaublichsten Dinge. Eine runde glühende Kugel erscheint an einem Tag am Himmel, am nächsten Tag kann sie schon gar nicht mehr zu sehen sein. Selbst wenn es dunkel ist, erscheint am Firmament etwas, was seltsamerweise nicht immer dieselbe Form hat. Manchmal ist es rund, aber viel häufiger scheint jemand etwas von dem Kuchen abgeschnitten zu haben. Ja! Sie ist schon seltsam unsere Welt. Wer soll das alles überhaupt verstehen, was hier passiert?! Selbst wenn es um Namen geht, geschehen die verrücktesten Dinge. Doch lesen Sie selbst:

Waldemar Rettenstein lief den Dortmunder Deich entlang, als er an einem verrosteten Fahrradständer plötzlich einen alten Nachbarn traf. "Herr Steinefallenlasser, was für ein Zufall, dass ich Sie hier treffe. Wir haben uns ja Jahre nicht gesehen. Zuletzt, als Sie die Polizei riefen, weil diese Rockband in meinem Wohnzimmer zu meinen achtundzwanzigeinhalbten Geburtstag auftrat. Ja, das waren noch schöne Zeiten." - Herr Steinefallenlasser schien von der unerwarteten Gegenwart seines ehemaligen Nachbarn nicht begeistert gewesen zu sein und ließ vor Schreck den wunderschönen Stein, den er in seiner rechten Hand hielt, ins tiefe Nass fallen. Der Herner Ozean befand sich nämlich direkt vor seinen großen Zehen. Der Mann sah entsetzt seinem Stein nach und schaute dann abrupt zu Herrn Rettenstein: "Nun tun Sie doch was!" - "Ich?! Wieso ich?", sagte der Herr, der den Vornamen Waldemar trug. "Sie heißen doch Herr Rettenstein", meinte der Steinefallenlasser, "wer sollte meinen Stein retten können, wenn nicht Sie?" Der Angesprochene schaute verwunderter drein als er jemals in seinem Leben geguckt hatte, drehte sich um, und begab sich kommentarlos in Richtung München. Nach dieser Begegnung war die Beziehung der beiden ehemaligen Nachbarn um keinen Deut besser als vorher. Gewisse Namen sind halt manchmal Rauch und Schall.

In einem anderem Fall saß Herr Wasweißich am Rheder Opernplatz und schaute auf die wunderschön gefärbten Müllcontainer in seinem akribisch ausgewählten Sichtfeld. Frau Susendorf kreuzte seinen Weg und fragte Herrn Wasweißich höflich nach seinem Befinden: "Hallo Herr Wasweißich, wie geht es Ihnen heute?" - "Was weiß ich!?", antwortete der Sitzende kurz und knapp. Die nette Dame guckte kurz etwas verwirrt, ging dann aber auch gleich weiter ihres Weges. Kurz später sprach dann ein kleines Kind Walter Wasweißich an und fragte mit niedlicher putziger Stimme: "Wie heißen Sie?" Wiederum wählte der Herr die kurze Fassung und sagte etwas barsch: "Was weiß ich!?" Ein paar Minuten danach kreuzte ein rüppelhafter Jugendlicher das schöne Sichtfeld von Herrn Wasweißich und warf eine halbvolle Bierflasche aufs Pflaster, die sofort in Tausende von Teilen zerbarst. "Wenn da jetzt jemand durchfährt oder reintritt! Weiß du eigentlich, wieviel Arbeit das ist, die Scherben wieder allesamt wegzubekommen", schrie Herr Wasweißich den Heranwachsenden an. "Was weiß ich!?" antwortete der Jugendliche und schlich davon. Daraufhin stand Herr Wasweißich wutentbrannt auf und ging wasweißich wohin.

Die längste Frau der Welt, die ungefähr 4,50 Meter misst, musste schon einiges an Spott in ihrem Leben ertragen. Nicht dass es verwunderlich wäre, dass sie so extrem nach oben herausragt; das, was dem kompletten Umstand die Krone aufsetzt, ist ihr Nachname, der nicht anders als Giraffe lautet. So passierte es Gustel Giraffe oft, als sie in der Schule namentlich aufgerufen wurde, dass sie beim Aufstehen die Decke durchbrach und dabei schallendes Gelächter ihrer Mitschüler und -schülerinnen ertragen musste. Nicht etwa wegen des Unfalls mit der oft malträtierten Zimmerdecke, sondern eher wegen ihres wirklich lächerlichen, aber trotzdem passenden, Nachnamens. Als Frau Giraffe mal wieder durch die Stadt spazierte und die Häuser von oben betrachtete, traf sie auf eine Giraffe, die soeben aus dem Weildorfer Zoo ausgebrochen war. Die beiden guckten sich verdutzt an, während Tausende von Leuten, die sich in der Einkaufsstraße befanden, heraufschauten und herzhaft lachten. Das war das erste mal in Gustel Giraffes Leben, dass sie dachte, dass sie vielleicht ein bisschen zu groß geraten sei, denn die Leute lachten, obwohl sie gar nicht ihren Nachnamen kennen konnten. Seitdem trägt sie keine Absätze mehr und geht nur noch einkaufen, wenn die Geschäfte schon geschlossen haben. Außerdem heiratete sie letztens einen 1,50 Meter großen Mann und nahm den Doppelnamen Lange-Giraffe an.

Weitere verrückte Dinge erleben Sie, wenn Sie nun den Rechner herunterfahren und an die frische Luft gehen. Viel Spaß dabei, Herr/Frau ...



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