07.07.2008

Berni Bürger - Umsonst ist der Tod

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Berni Bürger ist ein rechtschaffender Mann und ein braver Untertan.

Und deshalb rackert er auch in dem ihm vom Arbeitsamt aufgezwungenen Job als Call-Agent bis zur Erschöpfung.

Er ist immer pünktlich, er fehlt keinen Arbeitstag, er versucht die in den Schulungen gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Aber er ist, wie er eigentlich schon vorher wusste, nicht der geborene Verkäufer.

Dem entsprechend sind auch die Ergebnisse. Wie er sich auch bemüht, er erreicht nicht die von ihm erwartete Anzahl von Abschlüssen. Er schafft es einfach nicht, 88-jährigen Damen gegen ihren Willen ein Programmpaket des Kabelnetzanbieters bestehend aus Erotiksendern aufzuschwatzen.

Die logische Folge: Kurz vor Ende der Probezeit ereilt ihn die Kündigung.

Bei Wiederbeantragung des Arbeitslosengeldes II wird ihm sein Mangel an Erfolg als Verkäufer als Lustlosigkeit unterstellt und die Unterstützung um 30% gekürzt.

Berni erhält also pro Monat statt 350,00 Euro nur ca. 240,00 Euro für den Lebensunterhalt. Das ist natürlich zum Leben zu wenig aber zum Sterben zu viel, denn das Loch für seine sterblichen Überreste zahlt im Fall der Fälle der Staat.

Darüber ist Berni äußerst begeistert.

Denn Berni Bürger ist ein rechtschaffender Mann und ein braver Untertan.

 



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