13.11.2007

Eine verhängnisvolle Nacht

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Es war schon sehr spät in der Nacht, als Chantal den Club verließ. Sie torkelte auf die Straße, neben ihr erschien der hübsche Blonde Mann. Gerry hieß er. Es würde noch eine tolle Nacht werden, dachte Chantal sich, als sie mit zusammen gekniffenen Augen versuchte Gerry genauer zu betrachten. Doch ihr Blick verschwamm wieder, sie hatte wohl doch einen oder auch zwei Whisky zu viel getrunken. Gerry hielt ein Taxi an und versuchte ihr in einer galanten Geste die Tür aufzuhalten. Als beide eingestiegen waren, nannte Chantal dem Taxifahrer das Ziel. Sie wandte sich wieder zu Gerry um, der sie gleich an sich zog um sie zu küssen. Kurze Zeit später erreichten sie das Haus in dem Chantal lebte. Sie stieg aus und wühlte in ihrer Handtasche nach ihrem Portmonee um den Taxifahrer zu bezahlen.

Als sie ihm das Geld durch das offene Fahrerfenster reichen wollte, sagte dieser „Hinter uns hat ein Auto gehalten, es ist uns auf dem ganzen Weg hinterher gefahren, passen sie auf sich auf.“ Chantal drehte sich zu dem besagten Auto um, ein ärgerliches erkennen leuchtete in ihren Augen auf als sie antwortete „Das ist mein Nachbar, er ist immer sehr um mein Wohlergehen besorgt.“ Mit einem höhnischen Blick, ging sie betont sexy zu Gerry, umarmte diesen innig und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss, der mehr versprach. Das Taxi fuhr weiter.

Als der Kuss endete, war von dem Taxi nichts mehr zu sehen. Chantal ging zur Haustüre und suchte erneut in ihrer Handtasche. Diesmal den Schlüssel. Man hörte langsam eine Autotür zuschlagen. Endlich hielt sie den Schlüssel in der Hand. Sie steckte diesen gerade ins Türschloss, als Gerry aufstöhnte und mit lautem Poltern zu Boden ging. Erschrocken sah Chantal über die Schulter und sah in das grinsende, vernarbte Gesicht ihres Nachbarn. Panik stieg in ihr auf, sie versuchte noch den Schlüssel im Schloss umzudrehen und drückte sich gegen die Haustür. Gerade als die Tür aufschwang wurde ihr ein Tuch auf den Mund gedrückt und dann wurde die Welt schwarz.

Als sie erwachte hatte sie einen schlechten Geschmack im Mund, auch schaffte sie es auf Anhieb nicht die Augen zu öffnen. Dafür bemerkte sie direkt den Gestank. Als sie endlich die Augen aufschlug wurde ihr schwindelig. Was war nur passiert – ging es ihr durch den Sinn. Sie versuchte in dem Halbdunkeln was zu erkennen. Aber das einzige was sie sah, waren Umrisse von einem Tisch der vor ihr stand. Sie schüttelte den Kopf um einen klaren Kopf zu bekommen und wollte sich die Haare aus dem Gesicht streichen. Ein rasender Schmerz zuckte durch ihr Handgelenk. Sofort stieg Panik in ihr auf. Ihre Hände waren an dem Stuhl gefesselt. Sie spürte wie ihr eine warme zähe Flüssigkeit über die Handgelenke rann. Die Panik übernahm überhand und sie versuchte sich los zu reißen. Doch der Schmerz war zu groß. Sie fing an zu schreien, vom anderen Ende des Raumes erklang leise eine dunkle rauhe Stimme „Oh sind wir endlich aufgewacht“ Sie erkannte nun einen Umriss eines Menschen, der in einer Ecke des Raumes saß. „Wer … wer sind sie? Wo bin ich?“ stammelte Chantal.

Der Umriss erhob sich und eine kleine Lampe wurde angeschaltet. Sie erkannte das narbige Gesicht ihres Nachbarn. „Lassen sie …“ bevor sie den Satz beenden konnte, holte der narbige aus und schlug ihr ins Gesicht. Erschrocken sah Chantal auf, ihre Lippe war aufgeplatzt und ein kleiner Blutfaden rann ihr am Kinn entlang. „Sag kein Wort, Schlampe. Du wolltest doch eine tolle Nacht erleben, ich verspreche dir, es wird die beste … für mich!“ grinsend sah er auf sie herunter. Panisch sah sie sich in dem kleinen Raum um, nach und nach erkannte sie mehr Details. Das fleckige Bett unter der Lampe, die Fliegen die sich über einer undefinierbaren Masse tummelten, den gebogenen Dolch der auf dem Tisch lag.

„Oh bitte, tun sie mir nichts“ Wieder schlug er ihr mitten ins Gesicht „Kein Wort habe ich gesagt. Du tust genau das was ich sage. Versuch erst gar nicht zu schreien, niemand wird dich hören.“ Er sah sie nachdenklich an „Obwohl, schrei ruhig, dann weiß ich das ich meine Sache gut mache.“ Er befreite ihre Handgelenke von dem Stuhl, und fesselte sie sofort wieder. Dann zog er sie grob hinter sich her, auf das Bett zu. Nun erkannte Chantal die Blutflecken auf dem Bett. Im stillen fing sie an das Vater unser zu beten und zu hoffen, das dies nur ein Alptraum war. Mit einem kräftigen Stoß wurde sie auf das Bett befördert. Bevor sie wusste was geschah, war er über ihr. Sie fühlte seine Hände überall an Ihrem Körper. Als er ihr die Bluse aufriss, konnte sie nicht anders, sie schrie so laut sie konnte.

Als er fertig war, schrie Chantal noch immer. Sie konnte nicht mehr aufhören. Er sagte etwas zu ihr, doch sie schrie so laut, dass sie ihn nicht hören konnte. Kurz sah sie etwas aufblitzen, dann verstummten ihre Schreie. Chantal bekam keine Luft mehr und es fiel ihr immer schwerer die Augen aufzuhalten. Im nächsten Moment verschluckte sie sich und ihr wurde klar, dass es ihr eigenes Blut war an welchem sie sich verschluckt hatte. Hilflos sah Chantal zu dem narbigen herüber, grinsend hielt er den blutigen Dolch vor sich. Nach wenigen Sekunden konnte sie die Augen nicht mehr offen halten und merkte wie sie langsam wegdämmerte. Das letzte was sie hörte war seine Stimme die sagte:

Nun muss ich aber los, Susanne müsste gleich aus der Disco kommen …



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