25.04.2010

Die Entdeckung

() Gsf 2010 Historien Beitrag

Mein Vater war ein alter Sammler.Er interessierte sich für die weltliche
Geschichte und deren Abenteuer.Als ich an einem veregneten Nachmittag mal wieder den Dachboden entrümpeln wollte,entdeckte ich Vaters alte Schatztruhe versteckt in einem Eck stehen.

In seinen Lebzeiten war die Truhe das Allerheiligste für ihn.
"Dort ruhen die größten Schätze der Geschichte die ihr euch nur vorstellen könnt!" sagte er zu uns immer und zeigte auf die geheimnisvolle alte Truhe."Wenn ihr mal älter seid werdet ihr dessen Wert zu schätzen wissen."
Mit Argus Augenwachte er immer darüber.Immer wieder wollten ihm Antiquitätenhändler die Truhe mit deren Inhalt abkaufen,aber mein Vater verneinte dies jedesmal energisch.

Seit seinem Todestage ruht nun diese Truhe auf meinem Dachboden.Der Schmerz war einfach noch zu groß um einen Blick auf das Heiligste meines Vaters zu richten.
Bis zum heutigen Tage an dem ich mich entschloß es nun endlich zu wagen die größten Geheimnisse meines Vaters zu erkunden.

Ich trat an die Truhe heran.Sie war nur schlicht,hatte keine Verzierungen oder ähnliches,machte aber einen äußerst massiven Eindruck.Ich öffnete sie langsam und blickte das erste mal auf die angeblich größten geschichtlichen Schätze die mein Vater besitzte.

Es waren zu meinem Erstaunen keine Schätze,Schmuck oder sonstige
Gegenstände.Nur diverse alte Pergamentblätter.Die meisten schon
vergilbt und brüchig.Da sah ich im hintersten Eck der Truhe ein kleines Päckchen.Es war sorgsam eingehüllt in einem schützenden und edel aussehenden Stoff.Ich nahm es und entfernte diesen.Nun hielt ich ein relativ gut erhaltenes Buch in den Händen.
Buch?
Eigentlich hatte es nur einen festeren Umschlag der die von Hand zusammengebundenen Pergamenblätter schützte.Auf dem Umschlag stand in großen schwarzen Buchstaben ein Name.Ich blätterte vorsichtig darin.Es waren handgeschriebene Blätter in deren Zeichnungen und Jahreszahlen vermerkt waren.
Aber konnte das wirklich sein?
Wenn dieses Dokument wirklich das war nachdem es ausah,war es von unschätzbaren Wert!

Nun gut,ich bin bereit in deine Welt zu tauchen...

Mein Abenteuer mit Christoph Kolumbus
1492

Am 3.August stachen wir in See.Ich hatte das Glück ein Matrose auf der Santa Maria zu sein.Wir waren mit insgesamt drei Schiffen unterwegs.Die Namen der anderen zwei waren Nina und Pinta.

Leider dauerte unsere Reise nicht lange an.Ein Bruch des Steuerruders der Pinta zwang uns nach nur drei Tagen zu einem einmonatigen Aufenthalt auf dem Festland.

Der erneute Aufbruch wurde unter uns Matrosen sehr geteilt aufgenommen.Manche wollten sich am liebsten gleich ins Abenteuer stürzen,wiederum andere sahen den mysteriösen Steuerruderbruch als schlechtes Omen für die Weiterfahrt an.Es machten sich sogar Gerüchte über eine angebliche Sabotage breit.Die Stimmung war zum Teil sehr gereizt.
Nun ja,mir war die ganze Situation mittlerweile auch unheimlich,aber unsere Reise setzte sich fort.

Nun waren wir schon seit Tagen auf dem offenen Meer.Weit und breit kein Land in Sicht.Die Angst wegen der schwindenden Bestände der Lebensmittel und vor allem des Trinkwassers wuchs stetig.Eine Rebellion stand unmittelbar bevor.Selbst die Offiziere wurden immer skeptischer.Kolumbus vertröstete uns immer und versprach nach seinen Berechnungen müsse bald Land in Sicht sein.Doch ich habe langsam das Gefühl des er jedesmal verzweifelter klang.

Einmal konnte ich an einem Abend Kolumbus vor seiner Kabine belauschen.
Ich weiß nicht ob und wenn ja wer bei ihm war,denn ich hörte nur seine Stimme,doch ich weiß noch genau was er sprach.Es war nicht laut,eher ehrfürchtig und unheimlich.

"Zum zweiten Male dieser Traum über die Tänzerinnen Asiens ganz aus Gold!Schleppe schwer lastende Eisenketten hinter mir her,Holzwürmer fressen mein Schiff.Ich spreche von Gold,spreche von Reichtum und Frauen,nur sie hören mir nicht zu.Fernando glaubt eine Insel zu sehen - doch nichts.Wasser,Wasser - fahren in die leere Weite des Meeres."

Erschrocken lief ich zu meiner Kabine.Stand es wirklich schon so schlecht um uns?

Am nächsten Morgen riß mich ein lautes Stimmen Wirr-Warr aus dem Schlaf.
Was war passiert?
Ich lief mit schnellem Schritt aufs Deck.
Kein Matrose wollte mehr an die Arbeit gehen.Wollten nur noch umdrehen.Ihre Reise beenden.Selbst Kolumbus hatte diesmal keine Erklärung mehr für dieses seltsame Phänomen das sich ereignet hatte.
Ich fragte meinen Nebenmann was denn los sei.Dieser antwortete mir nur verschwörerisch:"Geh zum Kompass und sieh dir die Nadel an.Das ist ein schlechtes Omen!Wir sind in ein Gebiet vorgedrungen in dem die Gesetze der Natur nicht mehr gelten.Wir sind bereits zu weit gegangen.Hier dürften wir nicht sein!"

Ich wollte mich selbst davon überzeugen und trat an den Kompass heran.Voller Entsetzen stellte ich fest das sie immer mehr vom Nordstrich abwich,je weiter wir fuhren!Ich hörte nur noch ein lautes Gemurmel um mich herum und vereinzelt bereits verzweifelte Schreie wir sollten wieder umkehren.Komlumbus durchbrach nun diese angehende Meuterei,die ja verständlich war.
"Bevor wir überstürzt diese Reise abbrechen,werde ich mich mit den anderen Offizieren der Nina und Pinta beraten.Bitte habt noch ein bischen Geduld!"
Danach verschwand er in seine Kabine.

Langsam schlich ich mich wieder zu dem Ort,wo ich schon voriges Mal Kolumbus belauschen konnte.Ich hatte anscheinend bereits einen großen Teil verpasst,denn ich hörte nur noch ihn:"Gott der Allmächtige sei uns gnädig,führe uns zu den Ufern deines blühenden Landes Indiens.Wir beten zu der Heiligeb Jungfrau Mariä Mutter gottes.Gib uns bis morgen ein Zeichen.Wenn aber keiner das goldene Land erblickt,solle Santa Maria wenden und die Flotte solle ihr folgen."

Nun herrschte wieder absolute Stille.Auch auf dem Deck.Fast jeder war in seiner Kabine um darauf zu warten was der nächste Tag wohl bringen möge.
So trieben die Schiffe ruhig in den Wogen dahin ohne Aussicht auf weiteres Festland.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte stand die ganze Crew bereits um Kolumbus geschart auf dem Deck.Die Mannschaft wollte gerade gewaltsam die Umkehr erzwingen,als ein weißer Vogel über dem Schiff erschien.
Kolumbus sprach zu uns:"Wollt ihr jetzt so kurz vor dem Ziel aufgeben?Der Vogel ist ein Zeichen dafür das bald Festland in Sicht sein muß,da sie sich nie weiter als 10 Meilen von einem Ufer entfernen.Denkt doch mal nach!Könnte ein Vogel sonst überlegen?"

Nach einigen Minuten entspannte sich die Lage wieder etwas.Noch am gleichen Tag bekamen wir ein entscheidendes Anzeichen für das bevorstehende Gelingen unseres Abenteuers.
Es erschien ein großer Vogelschwarm am Himmel und ein Ast mit frischen Blättern kam uns entgegen.
Dennoch dauerte es noch einige Tage bis uns ein Matrose im Ausguck Land verkünden konnte.








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