09.12.2014

Tierische Falle

()

 

 

Um Weihnachten, vor langer Zeit,

schlief ein gieriger Wilderer in seiner Baude,

umgeben von Bergwäldern weit und breit,

 bis er erwachte, von nie gehörtem Laute.

 

Sie waren schrecklich anzuhören,

das Kaminfeuer züngelte dahin,

der kalte Wind ließ sich davon nicht stören,

 zu dem Schnaufen erklang ein Singen.

 

 Äste knirschten, durch Schritte, schwer,

Mondlicht blinzelte ins Hüttenfenster,

Schatten tanzten hin und her,

wie riesig, wankende Gespenster.

 

Plötzlich Stille, selbst der Wind verharrte,

qualmend erlosch im Kamin das Feuer,

 bis es über ihm, laut scharrend, knarrte,

  dem Fallensteller war`s  nicht geheuer.

 

Immer stärker war das Dach am Wallen,

 es knarzte, Staub füllte den Raum,

Geräusche , wie von unzähligen Krallen,

erst jetzt merkte er, es war kein Traum.

 Er lief zur Tür um nachzuschauen,

doch sie ließ sich nicht mehr bewegen,

da war es wieder, dieses laute Grauen,

als würde es sich um die Hütte legen.

 Ein schleifendes Zischen konnte man hören,

wie von einer übergroßen Schlange,

die Kälte schien dabei nicht zu stören,

  unheimliches war da draußen zu Gange.

 

 Auf einmal drang Scheppern aus dem Kamin,

 seine aufgestellten Fallen fielen heraus,

nun versuchte er durchs Fenster zu flieh ‘n,

doch es war dickes Eis,  verschloss das Haus.

 

Blutrotes Licht schimmerte durchs Dach,

  tausend grinsende Mäuler, tierische Freude,

dann ein schnaufend, schmatzender Krach,

in der Falle leckere Weihnachtsbeute.



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  • Wilderer , Fallen , Rache
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