27.09.2014

Sturm der versunkenen Seelen

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Tiefschwarze Wolken trieben,

 die See vom Sturm schon aufgerieben,

der Tag wurde immer mehr zur Nacht,

hatte monströses  mitgebracht.

 

Ein riesiger Wassertornado war zu sehen,

begann auf das Schiff zuzudrehen,

von grellen Blitzen ließ er sich nicht stören,

dumpfes Donnergrollen war zu hören.

 

Die Piraten hielten den Atem an,

hörten die Stimme vom Klabautermann,

 Schiffsplanken knirschten ächzend sein Lied,

 sahen wie diese Höllenmacht um sie zieht.

 

Waren es alle die Seelen, die im Winde liegen,

   vom Meeresgrund aufgestiegen,

mit leuchtenden Rachespeeren in der Hand,

hier draußen, im endlosen Meeresland?

 

Immer stärker wirbelte der Tornado jetzt,

hatte schon ihre Rahsegel zerfetzt,

der Steuermann drehte am Rad, wie noch nie,

doch ein schnaufender Rüssel packte sie.

 

Sie drehten sich in einem Sog nach oben,

im schrecklichsten Donnertoben,

das Schiff wirbelte in endlosen Runden,

hatte seinen letzten Hafen gefunden.

 

Im Donnergrollen hörte man Gelächter,

man sah blitzende Augen der Rachewächter,

den Piraten half kein beschwörendes Flehen,

sie wurden nie mehr gesehen.

 

Zwei Tage später regnete es seltsame Fische,

in einer Küstenstadt zur Morgenfrische,

die Leute schrien, bekreuzigten sich,

denn aus Totenkopfaugen schaute der Fisch.



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