07.01.2013

Ein Fremder zur Geisterstunde

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Ein Fremder zur Geisterstunde

Fantasy Geschichte

Kapitel 1

Es ist eigentlich wie an jedem Samstag: drei Freunde treffen sich zum Kartenspielen bei einem der Freude zu Hause. Und so auch an jenem Samstag, an dem aber alles anders sein sollte! Die drei sitzen am Tisch, trinken Bier und lachen, als plötzlich die Uhr Mitternacht schlägt.
"Gong - Gong - Gong" ist leise die Glocke der Uhr zu hören.
Sie hörten Schritte im Flur, die Türe geht auf, eine große Gestalt betritt den Raum und geht mit bestimmten Schritten auf den Tisch zu.
"Ist hier noch frei?" fragt eine tiefe rauhe Stimme.
"Ja, wenn du mitspielen möchtest!?",erwidert einer aus der Runde und schaute erschrocken zu dem Fremden hinauf.
Dieser setzte sich hin.
"Wie hoch sind die Einsätze?", fragt er noch während er sich niedersetzt. "Möchtest du nicht ablegen?" fragte Fritz.
"Nein danke" erwidert er.
Da sitzt er nun, einen großen Hut auf dem Kopf, einen langen Mantel über die Schultern der bis zum Boden an beiden Stuhlseiten herabhängt.
"Wir sind Fritz, Hannes und Josef", sagt Fritz.
"Und wer bist du?" fragt Josef.
"Wenn der Abend vorbei ist, werdet ihr es wissen!" ,spricht der Fremde.
Die Freunde schauen ihn fragend an, wagen aber nicht noch mal nachzufragen. "Nun gut, dann lasst uns mal spielen" ,sagt Hannes und gab die Karten in die Runde.
Der Fremde schaut alle an und grinst herablassend, denn er ist sich sicher, dass er dieses Spiel gewinnt.
"Ich nehme zwei" ,sagt Fritz.
"Und ich nehme eine", erwidert Josef.
Hannes und der Fremde nahmen keine Karten mehr.
"Nun ich möchte sehen!" sagte der Fremde mit rauher Stimme.
Die Freunde legen ihre Karten auf den Tisch und schauen zu dem Fremden hin.
"Voll Haus", sagt dieser, als auch er die Karten niederlegt und lacht dabei mit einem herablassenden Ton.
"Ha ha ha ha ha", halt es laut durch den Raum.
Die Freunde schauen den Fremden fragend an. So schadenfroh haben sie noch nie jemanden gesehen.
Sind sie es doch, die die anderen immer ausnahmen und sich dann über genau diese Personen lustig machen.
Aber der Fremde scheint wohl noch ein wenig gerissener zu sein als sie selber sind.
"Nun" spricht Josef: "Diese Runde geht auf dich." Er sammelt die Karten vom Tisch ein um sie noch einmal neu zu mischen.
"Dann auf eine neue Runde", sagt Josef als er die Karten austeilt.
"Mal sehen, wer diese Runde gewinnt? ", führt er fort und zählt die Karten für jeden Spieler ab.
Sie legen eine Karte nach der anderen auf den Tisch und wieder gewinnt der Fremde.
Die Nacht erreicht die Mitte, denn man hört die Uhr dreimal schlagen - Gong, Gong,Gong - halt es durch´s Haus.
Der Fremde steht auf.
"Drei Uhr! Zeit zu gehen" sagt er und geht zur Türe.
"Und, wer bist du? Nun sage uns deinen Namen!"
"Heute nicht!" sagt der Fremde. "Wir sehen uns wieder" und er geht zur Türe hinaus.
Am nächten Morgen kommt Josef nach einer kurzen und schlaflosen Nacht in die Stube. Da liegen die Karten auf dem Tisch.
"Ich habe sie doch heute Nacht weggeräumt" ,denkt sich Josef.
Er nimmt die Karten und räumt sie zurück in den Schrank. Er macht sich einen Kaffee und trinkt ihn im Stehen, da er gleich hinaus gehen will.
Jedoch kann er gedanklich nicht von der letzten Nacht ablassen. Am Fenster stehend schaut er zum Tor hinüber.
"Wie konnte der Fremde durch ein verschlossenes Tor auf den Hof herrein oder hinaus kommen?",sagt er in die Tasse Kaffee hinein.
Im gleichen Augenblick hat er das Gefühl, als sei er nicht alleine in der Stube. Er schaut sich um, aber es ist kein anderer im Raum außer er selbst.
Plötzlich geht wie von Geisterhand die Schranktüre auf und der Stapel Karten knallt auf den Fußboden.Josef bleibt erschrocken stehen und starrt auf die Karten.
"Johanna" ruft er stotternd nach seiner Frau. Diese antwortet nicht. "Johanna" wieder keine Antwort.
Er geht im weiten Bogen um den Schrank herum zur Stubentüre, er will sie gerade öffnen als sich diese plötzlich von alleine öffnet.
Johanna steht mit weit aufgerissenen Augen und einem Messer in ihrer rechten Hand vor ihm - von der Klinge des Messer´s tropft Blut herab.
"Was hast du mit dem Messer vorß " fragt er sie erschrocken und geht dabei drei Schritte in die Stube zurück.
"Ich? Mit dem Messer?" erwidert sie. "Nicht´s, es lag gerade draußen vor der Türe" führt sie fort "und daneben war das hier!"
Sie zeigt mit dem Messer auf ihre linke Hand, in der sie einen abgetrennten Schafskopf hält.
"Du hast den Hof einem Trottel beim Kartenspielen abgenommen und ihn dann mit seiner kranken Frau und den Kindern davon gejagt! Das ist jetzt sein Dank dafür!"
Josef sagt erst einmal nichts, denn er weiß ja, dass der arme Kerl, den er um den Hof betrogen hat nicht´s mehr machen kann, weil dieser vor fünf Jahren mit seiner Familie in das Waldgebiet am Ortsrand gegangen sein soll.
Man hat sie bis heute nicht mehr gesehen. Wen sich der Wald mal geholt hat, den gibt er nicht wieder zurück!
"Frau du fantasierst" sagt er arrogant und erregt.
"Er hat es doch nicht anders verdient, wenn er seinen Hof einsetzt und ich habe den Hof nun mal gewonnen!" Josef hat noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei, als er diese Worte spricht.
"Nun werfe das bescheuerte Messer weg und gehe an deine Arbeit zurück".
"Du hast doch gerufen" sagt Johanna "und warum liegen die Karten auf dem Boden?".
"Rede nicht - gehe" mault Josef sie an.
Johanna geht raus und knallt die Türe hinter sich zu.
"Jetzt fängt er an zu spinnen, erst ruft er, dann wieder nicht" hört man sie noch im Flur schimpfen.
Dann knallt die Haustüre zu und es ist wieder still im Haus.
Josef nimmt die Karten vom Fußboden auf und wirft sie verärgert in den Ofen.
"So", sagt er "die fallen nun nicht mehr aus dem Schrank."
Er schließt die Schranktüre und kratzt sich am Hinterkopf. "Ich hab schon gedacht ich bin verrückt geworden" redete er so vor sich hin.
"Geister" laut lachend geht er zum Fenster und schaut wieder hinaus.
Es hat gerade angefangen zu schneien, plötzlich ist da eine dunkle Gestalt am Hoftor. Es ist die gleiche Gestalt mit großem Hut wie die des Fremden in der vergangenen Nacht.
Josef rennt aus der Stube hinaus in den Schnee Richtung Hoftor, aber als er dort ankommt ist die Gestalt nicht mehr zusehen und auch keine einzige Spur im Schnee, die darauf deuten lässt, dass da jemand stand.
"Was geht hier vor?" schreit er laut in den Hof hinein.
Johanna schaut ihn nur an und geht ins Haus.
"Der spinnt doch" murmelt sie vor sich hin."Der sollte nachts lieber schlafen!"
Josef räumt den Schnee noch zur Seite und geht in den Wald um Holz zu schlagen. Ganz in seiner Arbeit vertieft bemerkt er überhaupt nicht, dass sich ihm jemand nähert. Als er Schritte hört, schaut er sich um und guckt in ein schreckliches......


- Ende der Buchvorschau -



Texte: © Copyright by Texte: © Copyright by Paul G.Rother,buchautorrother@web.de

Bildmaterialien: © Copyright by Barbara Lechner pixelio.de

ISBN: 978-3-7309-0509-8

Alle Rechte vorbehalten.

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