23.05.2012

obszöner waldbesitzer

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An die castellsche forstverwaltung

5122 hochburg 5

20.september anno 2011

 

Sehr geehrte herren,

der besuch eines polizisten, der , von ihnen geschickt, mir, sozusagen, eine warnung übermitteln sollte, sollte ich nochmals holz, abgestorbenes holz, dem verrotten preisgegebenes holz, damit wertloses holz aus dem mein anwesen angrenzendem waldstück holen, sie mir mit einer anzeige wegen holzraub od. ähnlichem, drohen, hat wohl etwas fatales.

Wie kommt ein, übrigens sympathischer, auf consens bedachter, polizist, herr hubert wagner, dazu, den „kurier der kaiserin“ zu spielen?

Ich muss diese, ihre vorgangsweise doch als unfassbaren affront werten , der sagen will, ich wäre ihnen zu minder, nicht würdig genug, persönlich von ihnen angesprochen zu werden, sie wollten sich, so muss ich es wohl verstehen, von ihrem hohen ross nicht herunterbewegen, haben dabei anscheinend noch immer nicht mitbekommen – wir schreiben das 21.jht. und die monarchie gibt’s nicht mehr. Und für botendienste gibt’s seit neuestem dhl oder ups, E-Mail, tel, brief…

Inwieweit sie, eine ganz normale forstverwaltung, ein normaler gewerbebetrieb, überhaupt das recht haben, ein öffentliches organ, einen polizisten als kurier, als boten, als mündlichen  nachrichtenüberbringer, nützen(missbrauchen?) zu dürfen, ist mir ein rätsel, werde dies selbstverständlich von meinem anwalt prüfen lassen.

Zur causa selbst :

Vor annähernd einem jahrzehnt, als ihre mitarbeiter den dichten fichtenwald neben meinem anwesen ausholzten, und ich mich damals in nachbarschaftlicher selbstverständlichkeit bereit erklärte, ihren lkws die einfahrt in mein anwesen zu erlauben, sodass sie die geschlagenen bäume einfacher beladen konnten, ich ihnen dadurch eine enorme dispositive erleichterung schuf, enorme zeitersparnis ermöglichte, auch das abladen der vielen äste, ca. 7-8- m3, auf meinem anwesen erlaubte, und sich der kontakt mit ihren herren sehr amical gestaltete, dachte ich noch an partnerschaftliche nachbarschaft. die mündete von seiten ihrer herren dahingehend, dass

mir erlaubt wurde,

 liegengelassenes holz, die kleinen unwirtschaftlichen stämme , wie auch die sich am boden befindlichen stämme, die ja dem verfaulen, vermodern preisgegeben waren, zu holen.

Ergo

hatte ich die offizielle erlaubnis,

holz, von ihnen nicht verwertbares holz, liegengelassenes holz zu nehmen. Ich nützte dieses holz für diverse lagerfeuer, auch für so manche zaunbefestigung, manche strunke, manche ja auch vom hochwasser angespülte wurzelstämme zu , sagen wir, künstlerischen zwecken. ( brennholz, heize ausschließlich mit holz, kaufe ich jahr für jahr ein- gebrüder brunner, tarsdorf)

 

 

 

 

 

Weiters :

 als sie im oberen, ebenfalls an mein anwesen angrenzendem waldstück, holz schlägern ließen,

erlaubte man mir

die übriggebliebenen, stämme zu nehmen. Dies habe ich nur zu einem kleinen teil auch getan, zum teil war es auch mir zu mühsam. Betone gleichzeitig, spreche ausschließlich, wiederhole, ausschließlich von gestürzten, entwurzelten, der verrottung preisgegebenen hölzern. Niemals , niemals würde ich einen baum fällen.

Nun beobachte ich seit vielen jahren, dass sie im waldstück zwischen meinem anwesen und dem heilbrünnl, an der uferstraßenseite, ( eine strecke von ca 300m länge) kein einziges mal umgestürzte bäume hegerisch bearbeiteten. Diese teils auch recht dicken, bis ca 20-30 cm durchmesser, stämme, rotteten vor sich hin, und durch die extreme versumpfung, nochdazu recht schnell.

// Sicherlich keine belehrung, vielmehr eine für sie hilfreiche, wie ich meine, beobachtung:

Waldbesitz, so meine ich, zieht auch pflichten nach sich, konkret zum beispiel jene, die sich rasant ausbreitenden tümpel, die durch diverse wasserläufe aus ihrem waldhang gebildet wurden, auch in irgend einer form zu regulieren, ansonsten hier eine totalversottung die folge sein wird. Des öfteren, nach stürmen, hochwasser, etc., ragten einige ihrer großen bäume(entwurzelt) weit in die uferstrasse hinein, die so einen durchgang nicht mehr ermöglichten. Habe immer, es waren an die 20 x , diese überhängenden äste abgeschnitten, um die gefahr eines astbruches auf die uferstrasse und seiner spaziergänger und radler zu verhindern. Das holz habe ich in den wald gelegt. Wie eben jeder heger verfahren hätte. Habe sie nicht gleich angerufen und um instandsetzung gebeten, bissl zivilcourage schadet nicht, mein ich. Auch das nenne ich „waldmoral“.

Einige tümpel haben sich schon bedenklich meinem anwesen genähert und drohen meine untere wiese, ca. 1.500 qm, zu versotten, abzusenken, unbegehbar zu machen. Meine vor jahren erbaute voliere, in der meine pfaue, fasane, enten und gänse untergebracht sind, droht so einzustürzen !

Diese voliere ist über 6 m hoch, 17 m lang und 7 m breit, und in holz erbaut. Die hat mich an die 15.000 € gekostet, so nebenbei gesagt.

Sie sollten mit dem gewässerbezirk braunau dringend das einvernehmen pflegen, um eine ableitung der zahlreichen tümpel in die wege zu leiten, um ein ansonsten mit sicherheit eintretendes disaster zu verhindern, mein ich.//

Im guten glauben auf die handschlagfähigkeit ihrer mitarbeiter( förster, holzarbeiter, leider kenne ich deren namen nicht), habe ich mir erlaubt

ihrer erlaubnis folgend,

seit ca. 3 wochen so manches, für mich verwertbare, holz mitzunehmen.

Ist es ihnen lieber holz vermodern zu lassen, als  nachbarn zu gestatten sich diese 0,0000001 promille abgestorbener hölzer ihres riesigen, mehrere quadratkilometer großen, öffentlich zugänglichen, waldes mitzunehmen ?

Erinnert an tomatenbauern in spanien, die lieber tonnen und abertonnen von tomaten vernichten, als sie zu verschenken.

Was ist dabei unrecht, wie kommen sie nun dazu, mir mit einer klage zu drohen, nochdazu über die autorität der hiesigen polizei (?), wo ich doch die dezidierte erlaubnis habe übriggebliebenes holz zu nehmen ?

Natürlich rechneten sie mit der in dieser gegend, diesem wirtschaftlichen 5-b gebiet, vorhandenen autoritätshörigkeit und versuchten es mit „angsteinflößung“.

Die autorität unseres staates gilt für mich als gesetz, keine frage, deren missbräuchlicher einsatz von privaten zu einschüchterungszwecken jedoch nicht ! ganz und gar nicht meine herren.

 

 

 

 

 

 

 

*

Am oberen teil meines anwesens standen bis vor kurzem noch meine 2 grenzsteine “mäuerl“. Im zuge einer grundstückserweiterung meines anwesens, (gründe von 2 nachbarn), habe ich naturgemäß eine neuvermessung veranlasst, da waren diese grenzsteine noch da.

Nun ist einer verschwunden, jener grenzstein, der sehr knapp zu ihrem drehkreuz, richtung heilbrünnl, stand. Hätte ich hier eine feste begrenzung angebracht, wäre der durchgang nicht mehr möglich, eine verlegung des gesamten tores vonnöten gewesen. Habe ich aus nachbarschaftlicher fairness nie gemacht. Nur – warum wurde dieser grenzstein, ohne mich zu fragen, zu informieren, weggetan ?

Oder wissen sie „nix“ davon ? .hier überlege ich eine anzeige gegen unbekannt.

Sehr verehrte herren, es gibt eine menge zu besprechen, OHNE  „mediatorischen“ umweg durch öffentliche, staatliche organe.

Ich bitte sie sich mit mir, der ich der gatte und autorisiert von der offiziellen grundeigentümerin, meiner frau, bin, möglichst bald das einvernehmen zu pflegen. Stelle mir, um den time leg nicht unüberschaubar werden zu lassen, ca. 1 monat für ihre antwort, respektive terminvereinbarung , vor.

(tel, mail, od.brief, wie sie wollen, natürlich persönlich am liebsten)

Nach dieser zeit muss ich annehmen, dass sie kein interesse haben zu antworten, respektive ein klärendes gespräch zu führen, und müßte so andre wege beschreiten. Wege, die mir unangenehm wären und aus meiner sicht unnötiges (auch öffentliches) wogenschaukeln bewirken würden.

In hoffnung auf zivilisiertes, demokratisches umgehen zwischen 2 nachbarn,

mit ausgesprochen respektvollen grüßen,

hanspaul fussek, mit mag.susanne fussek-kohl

 

 

 

 

( nachdem sich ihr herr DI carl castell, wie ich immer wieder höre, als graf ansprechen, titulieren, läßt, könnte ich ja auch meine vorfahren ventilieren und mich als hanspaul fussek, mütterlicherseits freiherr von zeyringer zu zeyringen nennen, unterlasse dies jedoch geflissentlich).

 

 

 

 

 



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Kommentar von pfeiffendeckel:
(25.05.2012 um 08:54 Uhr)

50 quadratkilometer wald, ererbt, teils arisiert, immer noch im besitz eines einzelnen, örtliche politik sitzt bei dem herrn castell (kastl) voll im arsch, die bevölkerung duckt sich, ach, st.radegund, er bestimmt alles, alles ! danke den beiden kommentatoren. nebenbei : habe diesen brief an diverse medien geschickt, naturgemäß kein respons. er iss zu mächtig, nebenbei 2 : in meinem kleinen wald habe ich seit 7 jahren ein jägerdurchgangsverbot "erlassen", bin der meistgehasste in der gegend. das halt ich aus.

Kommentar von Sweder:
(24.05.2012 um 18:29 Uhr)

Man könnte auch einen - der Verrottung preisgegebenen Knüttel aufheben und dem Hochwohlgeborenen Herrn eins damit über die Rübe ziehen? Gruß S.

Kommentar von andé:
(24.05.2012 um 10:03 Uhr)

Ob das jetzt eine Variation des Maschendrahtzaunes wird weiß ich nicht zu beurteilen aber sei gewiss deine Sprache gefällt. Gefällt mir sogar sehr. A.




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