26.03.2012

dieser abgrund

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Dieser abgrund,

der ewig spürbare, neben, in uns, weggespült mit vorhandenem, angreifbaren, er greift uns, hält sich fest, läßt niemals los.

 

Zittern, unsere haltung, andauerndes zittern, dem mauerbau, dem grenzzieher höchste sorgfalt gegeben, er darf nicht sichtbar sein, dieser abgrund, die tiefe des auslöschens all unsrer umstände, das vernichten des bewegenden, er ist da.

 

Jenseits aller vorstellungen klammert die vorstellung endlich zu verschwinden, alles in und mit uns. Fest, hart, unausweichlich leben wir jede zeit mit dem kampf gegen unser gegen.

Wir morden dafür, wir bringen andre um, gleich wie, wir erledigen alles, alles uns begegnende, alles ist bedrohung. Alle sind der abgrund, alle anderen sind die uns dorthaben wollenden. Alle.

 

Alle gehen mit allen so um. Alle. Immer und immer wieder.

 

Jede gemütlichkeit, freundlichkeit, heuchelei als schutz, diesen so drängend festen druck des abgrunds fernzuhalten. Raffen, haben wollen als opfergabe, nur ja nicht gezogen zu werden, runter und weg. Wichtig sein, bedeutung erlangen, besser sein, vorne dran sein, hoch über den andren stehen, die einzige gedachte möglichkeit dem nichtgedachten, dem weg, dem verschwinden zu entkommen.

 

Jeder weniger reiche, jeder häßlichere, jeder kleinere, jeder traurige, ein erfolg für unser andauerndes bemühen, nicht zu den in den abgrund gestoßenen zu gehören, kein ende des zitterns. Bis hierher geschafft.

In der regel dauert dieses tun um die 80 jahre.



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Kommentar von Hanna:
(05.06.2012 um 19:49 Uhr)

Hallo Pfeiffendeckel, vielen Dank für deinen Kommentar zu "Wunsch - Denken. Dein Geschichterl hier geht mir unter die Haut : Meine Antwort darauf findest du hier : Geräuschlos gleitet der letzte Nachtzug aus der Halle. Der Bahnsteig ist leer. Fahrig zündet sie sich eine Zigarette an und starrt dem Zug nach, dessen rote Schlusslichter rasch kleiner werden. Sie kennt keine Reisenden, nicht in diesem Zug, kennt überhaupt niemanden, nicht Wärme, nicht Kälte, entgleitet auch sich. Hier wohnt Gott, denkt eine ihrer Stimmen. Graue Vögel, manche mit abgehacktem Bein oder verstümmelten Zehen segeln durch die Luft, wie Himmelsboten. Lichtblitze zucken in verschlossenen Scheiben, Gewisper im Kopf. Sie hält sich an der nächsten Zigarette fest, will fliehen, rennt, rennt durch das geschlossene Schweigen aus Glas. Die Drehtür des Bahnhofs ist nicht schnell genug, um ohne Schaden zu fliegen

Kommentar von andé:
(05.06.2012 um 18:24 Uhr)

Grenzland Hinter mir liegend mal wieder Brachland : Land leblos : leblos Land. Wer sprach so derart einst von Liebe und hätte doch das Wort zu leben nicht gekannt. Vor mir liegt nun Neuland: Land lebe : Lebe Du Land. Hast in all deiner Unschuld gewaschener Seelen ein Haus gebaut auf Erde verbrannt. Jetzt aber üb´ich – hinüber auf dem Seil ins Grenzland : Auf einem Seil Land : Seil ich mich ab Land. Wäre ich geblieben im Brachland nicht freiwillig tanzend den Seiltanz ins Neuland - stünde ich nicht hier und reichte dem Morgen : niemals reichte ich dem Morgen : dem Morgen : die Hand. __°__

Kommentar von nj_guenther:
(05.06.2012 um 12:25 Uhr)

ja unser Abgrund in all den Jahren ist die ANGST!

Kommentar von Sweder:
(30.03.2012 um 09:05 Uhr)

Ich bin von Feinden umzingelt! Oh, Herr- gib mir Kraft, mich ihrer zu erwehren......... Beste Grüße Sweder (PS- ich hoffe; wir werden hier nicht zu Alleinunterhaltern!)




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