16.03.2011

Februar 1934

() Gsf Gedichtaktion 2011

Er hätte sich nicht einmischen dürfen
sagen die Hüter der Schergen.
Er hat sich einmischen müssen
sagen wir
in Respekt vor der Aufrichtigkeit
dem unbeugsamen Mut
gegen die Gewalt des Schreckens
gegen den bösen Leumund derer,
die in das Unrecht verstrickt waren damals,
die es heute mit heimlichen Blicken noch sind.

Sie nahmen sein Leben im Februar
zum Lohn für die Ohnmacht,
die Freiheit des Geistes an Unrecht zu binden.
Er nahm sich die Macht, sein Leben zu geben
damals im Februar
für die Aufrichtigkeit
für unbeugsamen Mut

Er gab es im Februar damals
für uns
für den Mut
für das Wissen um das, was geschehen
leuchtend aus unseren Blicken,
gegen das Unrecht der heimlichen Blicke,
wegschauend, um nicht sehen zu müssen
noch heute

Er hätte sich nicht einmischen dürfen?
Arnold Mohr
Wo wären wir heute
mit unserer Aufrichtigkeit
und unserem Mut?

Er hat sich einmischen müssen
Arnold Mohr
damals im Februar
für uns
für das Recht
für die Aufrichtigkeit.



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Kommentar von mareis:
(16.03.2011 um 19:46 Uhr)

Geschrieben für Ursula Goldau, deren Großvater von marodierenden Nazibanden in den Weinbergen bei Leutesdorf ermordet wurde. Sein Tod wurde nie aufgeklärt. Allgemeiner Konsens bei Abschluss der Untersuchungen war, dass er sich nicht hätte einmischen dürfen.




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