01.03.2011

Es wiederholt sich

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Eine Träne im Auge, die Faust in der Tasche

Auf dem Wege zum Grabe ich plötzlich erhasche

den Blick eines Mädchens so unschuldig süß

Mein Herz ja es springt so sie mich grüßt

und ihr lieblicher Blick er verzaubert mich gar

die Wahrheit darin so unendlich klar

im Auge die Träne, sie bricht leicht das Licht

Ich streiche ihr leicht mit der Hand ums Gesicht

 

Sag mir süßes Mädchen wer bist du doch gleich?

Dein Blick er schickt mich ins Himmelsreich

Er zeigt mir die Zukunft, er zeigt mir das Glück

In die Zeiten nach Vorne und auch noch zurück

zurück in des Muttersschoß wohlig warm

keine Angst und auch kein Kummer und Harm

 

Da blickst du ganz traurig und bitter herum

Um uns herum auf einmal ein Sturm

Und in dieses Brausen ganz lieblich sich mischt

Ein Stimmchen, ein Singen schon fast königlich

Die Gräber sich öffnen und leise man hört

wie das was passiert selbst die Leichen verstört

 

Ich bin die, sagt du, noch junge Geschichte

und was du hier siehst sind millionen Gesichter

Die für das was heut gestorben ist kämpften

und Leben und Leib für Frieden verschenkten

Es gab mal, so hör ich, einen Traum von uns allen

von Freiheit und Liebe. Er hat uns gefallen

 

Als braune Wolken einst über uns zogen

und mit einem Streich unsre Werte verbogen

da wurde sich tief im Innern geschworen

Das Gejaule der Herren von oben die Ohren

nie wieder soll auch nur annähernd streifen

wir werden von uns aus den Wohlklang erreichen

 

Wir haben uns tapfer gekämpft durch die Nacht

Durch Häme und Spott und hats auch gekracht

Und damals wie heute schmerzt dieser Blick

und damals wie heute ein Bruch im Genick

Und es bricht nicht nur dein Herz in zwei Teile

Der Traum von Friede versinkt in der Eile

 

Ich stutze und merk wie allein ich da steh

Die Gräber sind zu und das was ich nun seh

es raubt mir den Atem, es nimmt mir die Luft

Ein Schlag trifft mein Herz mit elender Wucht

Da merk ich auf einmal wie sehr es mich schmerzt

Dass wir uns das Leben mit dir haben verscherzt

 

Da fallen von längst getöteten Bäumen

die Blätter die einst uns ließen hier träumen

Kein Wind mehr, der Wolken verschiebt, hoch dort oben

Eiskalt senkt sich der Mond, der nur noch gezogen

von alten einst hoffnungsfrohen Geschichten

Auf lasst uns aufstehen, dagegen nun dichten!



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  • Stichwörter

  • Freiheit, Geschichte, sozial, S21, Castor, AKW, Berlin, Deutschland, BRD, Vergangenheit, Zeitlosigkeit, Widerstand, Solidarität
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