21.01.2008

Denn zuviel ist nie genug

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Gesprochen hab' ich der Worte zuhauf.
Unzählbar die Fülle der Laute, welche über meine Lippen flossen.
Im Schwall wurd's fast zuviel
doch schweigen,
nein schweigen das möchte ich nicht.

Gelernt hab' ich, bin gewandelt entlang der Weisheit vielen Wege.
Erfreut hat mich das Wissen; Aber auch geschockt.
Mein Wissen ist über den Bedarf gewachsen
doch meinen Geist stillstehen lassen,
nein das möchte ich nicht.

Geliebt hab' ich der Mädchen zuhauf.
Durchtrieben und durchlebt die Mannigfaltigkeiten der Lust.
Die Säfte flossen wie wild hin und her
bis daß die Sinne entschwanden an einen fernen Ort Namens Licht.
Doch genug,
nein genug hab' ich nicht.

Gemundet haben mir die feistesten Speisen.
Exotisch- kurioses mit Frucht und mit Würz.
Gegessen hab' ich mehr als mein Hunger mir befahl.
Doch satt,
nein satt bin ich nicht.

Getrunken hab' ich des Nektars viel.
Erquickt hat das glitzernde Nass meine Kehle.
Gelabt an des Wassers kühler Quelle mehr als genug.
Doch gestillt,
nein gestillt ist mein Durst nicht.

Geschlafen hab' ich den Schlaf der Gerechten.
Stunde um Stunde, ohne des Tones Laut zu vernehmen.
Frisch und munter hat der Schlaf mich gemacht,
getan ist des Schlafes Werk
und doch ist nur schlafen mein Wunsch.

Die Gipfel der Sprache,
die Gipfel der Weisheit,
die Gipfel der Lust,
die Gipfel des Lucullus,
die Gipfel der Kühle,
die Gipfel der Träume
sind nun erklommen.
Alles gegeben, alles bekommen.
Aber doch konnte ich meinem Verlangen nicht gerecht werden.
Es ist mein Herr und nicht ich der seinige.
Denn zuviel ist nie genug.



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