14.03.2011

An Antoine I – Schwester Sonne, Bruder Mond

()

Sterne glänzen kraft der Sonnen,

welch’ das Universum laben.

Schein durch ihren Schein gewonnen

In Ewigkeiten Lichter tragen.

 

Zigfach erhellen sie den Schatten,

den Bogen, den der nächt’ge Himmel spannt.

Millionen blinken segelnd wie Fregatten

Auf wogend’ Wellen, unbemannt.

 

Am Unufer der Himmelsmeere

sitzt irgendwo ein Kind und staunt:

„Wer dieser Pracht Erzeuger wäre

sei wohl durch höchstes Glück gelaunt?“

 

Da tritt hervor aus schattigem Gefilde

ein Wesen glänzender Natur

Verleiht dem Kinde dort ein Bilde

Es lauscht gespannt der Antwort nur:

„Glück ist es nicht was dieses schuf!“

Sie folgte nur dem täglich Ruf

des Wanderers, der in ihr wohnt.

Ihr Unglück diesem Spiele fern zu bleiben

Macht’s möglich, dass der ander’n Glanze thront.

Freimütigkeit kann erst die Sterne zeigen.

 

Wenn sie erscheint, der Glanz der Schwestern scheinbar geht,

doch leuchten alle – auch wenn nur sie am Himmel steht.

Sie segeln – trotzend materiellen Seins.

Wie wohl ihr Körper längst vergangen

Unsere Zeit ermöglicht Ende kein’s -

für ihre glühenden Verlangen.

 

So staune – wenn die Wolken hold

hinauf der Pracht der Nacht entgegen.

Ist dieses Wunderwerk gewollt,

soll Freimut in dir selbst sich regen.“

 

Des Wesens Licht erhellt sich mehr,

bis es im Feuer ganz verschwindet.

Der Morgen naht durch Wiederkehr -

des Glanzes, der das Leben zündet.



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