15.11.2011

Chimärenblicke

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Chimärenblicke

 

Verwurzelt im kalten Stein wachen verstohlene Augen im tiefen Groll,

dem müden Tage abgeschworen trotzt die erstarrte Traufe den Tränen,

nur das kalte Blut der neidköpfigen Chimären wogt in dem Neide voll,

so sei das durchströmende Leben nicht mit wunden Mäulern zu dränen.

 

Im schwarz wehenden Ornat der Nacht bekunden die Raben das Leid,

erinnernd dem purpursamtigen Mantel der Ornis im verblichenen Fall,

kein Dämon aus tiefen Abgründen entsprungen durchbricht den Eid,

welch spiegelnde Grimassen bizarr umzäunen an des Traufrandes Wall.

 

Ein Schattenfresko grotesker Gestalten hüllt Mutters Erde Träume ein,

huldigend dem Mondenglanz schimmern Flügel des Grauens in der Nacht,

fern entlegen erklingt ein Windeshauch hinterm düsteren Store ganz allein,

herzfüllend tränkt die Totenstille der Menschen brandende Ängste sacht.

 

Mein sind all die Chimärenblicke zum Schutze deiner Träumewelt,

ein Behutsames sanft im Herzengeschmeide ineinandergewoben,

so das Reich, der Abyssus hinfort weichend in einem Lächeln zerfällt,

und schreckenskalte Herzensglieder ihre Wärme wieder geloben.

 

 

HarryKlopperson 11/2011



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  • Chimäre, Schatten, Nacht, Traum, Mond, düster, Düsterheit, Schutz, Lächeln, Herz, Schrecken, Wind, Hauch, Träne, Tränen, Stein, Groll, Leben
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