07.10.2011

Tränenmusik

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Ein Klavier spielt aus fernen Räumen ein trauriges Sternenlied,
hinter endlos verschlossenen Türen flüstern leise die Tränen,
wehmütig der Traum in einer Seifenblase zu den Lichtern zieht,
Noten aus tiefstem Herzen entsprungen schwingen zum Sehnen.

Der Mondenschein predigt einsam durch die im Abendwind wiegenden Store,
ein Schattenspiel streicht zärtlich über die schwarzen Tasten hin,
verzagt schwebt der feine Zeitenstaub bei jedem Klang über die Empore,
verfängt sich in aus Trübsinn gewebte Netze im fallenden Herzenssinn.

Für einen ewigen Moment gefriert die Zeit in einem sorgenvollen Takt,
in disharmonischen Tönen zerspringt ein Hoffnungskristall in Scherben,
die Dunkelheit schließt mit der Partitur aus Tränen einen einsamen Pakt,
dass nur noch die in Einsamkeit rufende Melodie die Nacht kann, beerben.

Mit dem letzten Tränenklang verhallt auch der letzte Ton im großen Nichts,
des Windes Nachhut streichelt zärtlich noch einmal über die schwarze Klaviatur,
und zurufend durch die Dunkelheit webt sich des lächelnden Mondes Lichts,
tief hinter der letzten verschlossenen Herzenstür summt ewiglich die Partitur.

HarryKlopperson 10/2011



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  • Gedicht, Gedichte, Tränen, Musik, Nacht, Mond, Mondenschein, Trübsinn, verschlossen, Türen, Lied, Sterne, Wind
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