30.03.2011

Der kleine Retter

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Knarrende Dielen und näherkommende Schritte übertönen atemlosen Lebenstakt,

feurig erbebendes Seelenblut schließt mit Schrecken einen einsamen Pakt,

vollgesogene Angstperlen schweißüberströmt im nasskalten Nacken kleben,

messerstechende Blicke aus düsteren Ecken unaufhörlich auf einen zustreben.

 

Bedrohlich pinseln Schattenhände verschwommen Drohungen übers Land,

wo des rätselhaften Mondes Lichts erfriert die pochende Herzenswand,

zuckend orientierungslos versuchen sich Blicke im dunklen Augenschein,

hinfort geblasen gräbt sich ein Häuflein Mut in Tiefen kalter Schwärze ein.

 

Zwischen zur Decke wachsende Gitterstangen erlischt Heldenglut zur Genüge,

hinter abwehrenden Ruderhänden kauert zitternd des Mutes Lüge,

dass schützende Mauern aus Kissen und Tränen widerstandslos zu Boden fallen,

und lachende Hirngespinste unterm Bett weiter über ein kleines, verängstigtes Herz hallen.

 

Doch egal wie laut des Sturmes Angst aufbrausend durch dein Zimmer sei,

ein unscheinbarer Retter aus wolligem, warmen Stoff und ewigem Lächeln steht dir bei,

ein kleiner Teddybär vor dir sitzend, stellt sich der dunklen Übermacht,

gewinnt für dich die Schlacht und hält allezeit für dich Wacht.



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