16.12.2009

Da liegt er nun

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Nun liegt er da, auf seinen Knien,
nach unten gebeugt, sein Bild in der Pfütze.
„Komm nur mit, brauchst nicht zu fliehn“,
zerren, ziehen. An den Armen, die er bräuchte zur Stütze.

Nun liegt er da, am kalten Asphalt,
nach unten gebeugt, sein Bild in der Pfütze.
„Selber Schuld, halt heißt halt“,
zerren, ziehen. Leblos, zu nichts mehr nütze.

Nun liegt er da, äußerlich kalt, innerlich leer,
nach unten gebeugt, sieht sein Bild in der Pfütze.
„Soll das so bleiben? Los, hoch, hinterher!“
Rappelt sich auf, bricht zusammen. Verrenkt sind die Arme, hat keine Stütze.

Nun liegt er da, einige lachen, wenige weinen, die anderen gähnen,
nach unten gebeugt, das Gesicht in der Pfütze.
„Seht ihn euch an, wie arm, ertrunken an Tränen!“
Verrenkt die Arme. Verschenkt seine Zeit. War ihm egal, ausweglos, ohne die Hoffnung, die ihn einst schützte.



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