16.01.2010

Die Geisel

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Die Geisel

Die Geisel

Stell dir vor,
Wie angegossen lieg ich in deiner Hand,
du pflegst mich als wäre ich dein Ein und Alles,
jeden Tag sprichst du mit mir
und machst mir Komplimente wie schön ich sei,
der Öffentlichkeit enthältst du meine Existenz,
niemand außer dir darf mich haben,
keines deiner Taten stört oder verletzt mich
außer Wenigen, und zwar dass du,
mit deinem Spiegelbild meinen Glanz trübst
und deine Finger dreckige Abdrücke auf mir hinterlassen,
nicht Mal dein Lächeln kann das wieder gut machen,
mit dem du mich jeden Tag anblickst,
der Streit war jetzt unvermeidbar
und nun liegst du da, regungslos, mit offenen Augen,
mit einem roten Tupfer zwischen ihnen
der ständig größer wird und schon über den Boden fließt,
nicht Mal du kannst mich noch anfassen,
wir haben ausgedient.



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