Bücher/Leseproben von Stefan Lamboury

Buch:
In Hell

erschienen 809

ISBN:
978-3-7380-3927-6

Verlag:
neeobooks

weitere Informationen:

Der Autor

Ich wurde 1982 in Ahaus geboren, nach der Schule ging ich in ein Berufsbildungswerk, wo ich an einem Förderlehrgang F 1 teilnahm. Im Februar 2002 absolvierte ich dort erfolgreich meine Ausbildung zur Bürokraft. Nach der Ausbildung begann ich ein Fernstudium im Bereich Belletristik bei Schule - des- Schreibens, welches ich Ende letzten Jahres erfolgreich abschloss. Seitdem habe ich mehrere Ebooks veröffentlicht. Seit Februar 2012 bin ich außerdem als Gebrauchtwarenhändler tätig. Außerdem wurde eine Kurzgeschichte von mir in der Zeitschrift kurzgeschichten.biz abgedruckt. Zuletzt erschien meine Kurzgeschichtensammlung Schatten auf den Wege des Lebens bei epubli.

Das Buch:

Lita wird von ihrem Exmann entführt und im Keller angekettet, ein nicht enden wollender Albtraum erwartet sie.

Schon nach wenigen Zeilen glaubt man, die Spannung ließe sich nicht mehr steigern, aber Stefan Lamboury beweist, dass er sein Potential noch längst nicht ausgeschöpft hat, und sich bis zum Schluss nicht in sein Blatt sehen lässt. Ich schreibe so lange, bis der Leser davon überzeugt ist, in der Hand eines geistesgestörten Psychopathen zu sein.



Leseprobe:

Lita erwachte irgendwo in einem dunklen Keller. Sie war noch immer benommen und der Geruch von Chloroform benebelte ihre Sinne. Wie bin ich nur hier hergekommen? fragte sie sich. Sie konnte sich an nichts mehr erinnern. Lita versuchte ihre Arme zu bewegen, doch man hatte ihr die Hände auf den Rücken gefesselt. Um ihren Hals war ein Stachelhalsband angebracht, von diesem verlief eine Kette, die an einem Heizungsrohr befestigt war. Ein Geschmack von Stoff durchzog ihren Mund, man hatte ihr einen Knebel zwischen die Kauleiste gesteckt, so dass es ihr unmöglich war, sich bemerkbar zu machen. Lita ließ einen Blick durch den Raum gleiten, es war ein Kellergewölbe, daran bestand kein Zweifel. Der Raum war gerade mal fünf Quadratmeter groß, an Gegenständen enthielt er nichts. Nicht mal eine Matratze lag auf dem Steinboden, um ihr die Gefangenschaft ein wenig angenehmer zu machen. Wankend kam Lita auf die Beine und stolperte in Richtung Tür, wobei ihre Fußketten rasselten. Erschrocken sah sie nach unten, bisher hatte sie die Ketten an ihren Füßen noch nicht registriert. "Ich muss zur Tür kommen, bitte lieber Gott, lass mich bitte bis zur Tür kommen!", dachte sie. Ihr Versuch schlug fehl, Lita kam gerade mal bis zur Mitte des Raumes, mehr Spielraum erlaubten ihr die Fesseln nicht. Sie setzte sich wieder. "Irgendwann musste ja jemand vorbeikommen, oder will man mich hier verhungern lassen? Was ist das nur für ein Mensch, der einer Frau so etwas antut und vor allen Dingen was will er von mir?", diese Fragen beschäftigten Lita die ganze Zeit. Plötzlich vernahm Lita Schritte, irgendjemand schien zu kommen. Kurz darauf hörte sie wie jemand einen Schlüssel in die Tür steckte. Die Tür ging auf und ein großer Mann trat in den Raum. Im ersten Moment konnte sie ihn nicht erkennen, da es in dem Gewölbe zu finster war. Der Mann schaltete das Licht ein und schritt auf seine Gefangene zu. Der Kerl trug braunes krauses Haar, seine verblichene Jeans schlabberte bei jeder Bewegung. Lita erkannte den Kerl sofort, es war ihr Ex-Mann Heiner, vor zwei Jahren hatten sie sich nach einer Theatervorstellung kennen gelernt. Er war charmant gewesen und verstand es ihr Komplimente zu machen. Er hatte sie einfach angesprochen und zu einem Drink eingeladen. Es war ein gelungener Abend gewesen. Einer ihrer schönsten Momente. Nachdem Dinner hatten sie ihre Adressen ausgetauscht, er hatte sie gefragt, ob er sie mal anrufen dürfte und sie hatte dagegen nichts einzuwenden. Ein halbes Jahr nachdem sie Heiner kennen gelernt hatte, waren sie zusammengezogen. Anfangs war er auch noch aufmerksam gewesen, half im Haushalt, brachte ihr Blumen mit und allerlei andere Kleinigkeiten. Das Glück schien geradezu perfekt zu sein. Damals war er Versicherungsvertreter, doch nachdem sie ein halbes Jahr zusammen waren, veränderte sich Heiner schlagartig. Er wurde eifersüchtig, verbot ihr mit Freunden wegzugehen, sperrte sie ein und fing an sie zu schlagen, wenn sie nicht das tat, was er verlangte. Einmal hatte er sie so zusammengeschlagen, dass sie für drei Tage in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Ärzte hatten Lita auf die Misshandlungen angesprochen, doch sie hatte einfach nur gesagt, sie wäre die Treppe heruntergefallen, was ihr die Ärzte natürlich nicht abnahmen. Immer wieder hatte sie Entschuldigungen für Heiner gesucht und sich eingeredet, dass es an ihr lag, dass ihr Mann so brutal war. Doch noch schlimmer als die Schläge waren die Nächte gewesen. Immer wieder hatte er sie geweckt, um sich das zu holen, was er sein eheliches Recht nannte.

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