Autorenprofil von Pat McCraw

Pat McCraw Pat McCraw

Biografie:
Pat McCraw erzählt:

Ich war ein achtjähriges, verträumtes Mädel, als mir jemand ein Tagebuch schenkte. Dessen Seiten zu füllen machte ich schnell zu meiner Passion. Das Bedürfnis Tagebuch zu schreiben wuchs in der Pubertät, denn ich vertraute den Erwachsenen um mich herum nicht mehr. Also wurde das Tagebuch mein Freund. Und ich las! Alles! Kinderbücher, Karl May, Gruselgeschichten - machte auch vor dicken Wälzern wie "Vom Winde verweht" nicht halt. Ich sehe mich noch heute, als kleines, dünnes Mäuschen, riesige Bücherberge heimwärts schleppen.

Mit zwölf entdeckte ich Wolfgang Bochert und war fasziniert. Niemand schafft es mit so wenigen Worten so viel auszudrücken. Er scherte sich nicht um Konventionen. Er schrieb sein Trauma nieder. Geprägt vom zweiten Weltkrieg sind seine Worte hart, ja brutal - und doch immer mit einem Funken Hoffnung. Der Meister der Kurzgeschichte ist auch heute noch mein großes Vorbild.

Mein Tagebuch geriet in falsche Hände. Ich schwor mir, nie wieder ein Wort zu schreiben.

Erst zwischen 1970 und 1975 überwand ich die Schreibblockade mit Hilfe einer Freundin. Zusammen verfassten wir lustige Gedichte über die bizarren Gestalten in der Düsseldorf Altstadt. Unsere Ergüsse fasste damals unser guter Freund Emil Schult in ein kleines Heft zusammen, das leider nie gedruckt wurde. Hier ein kleiner Auszug - ein "Gedicht" über das damalige Szenelokal "Creamcheese":

CREAM

Wirst du abends nochmal munter,
gehst die Hunsrückstraß du runter,
und du hältst vor einem Laden,
wo die Typen bleich wie Maden
schwankend stehen und viel rauchen -
ist der Joint aus, weg sie krauchen.

Schon so mancher braver Knabe
verlor hier alle seine Habe,
denn die arge Rauschgiftsucht
zieht den Lemming in die Schlucht

Aber lassen wir das mal
und betreten das Lokal.

Wenn die Mündels einen sehen
bleiben sie vor Staunen stehen,
sie verrenken ihre Köpfe
und schmeißen ihres Haares Schöpfe.
Sie bauen sich auf in der Nähe
damit man sie auch besser sehe.
Nervös rauchen sie ne Zigarette
oder fragen ob man eine hätte.
Folgt alsdann auf diese Frage
barsch ein böses Neingesage,
verziehn sie sich in eine Ecke
und stieren traurig an die Decke.
Hängen lassen sie die Schädel,
denken: Welch ein schlimmes Mädel!

Doch läßt The Clock, Tick, Tock, sich hören
springen auf die blöden Gören,
sie springen auf das Podium
und schmeißen alle Gläser um.
Mit den Matten wild sie schütteln,
die Arme in der Luft sie rütteln,
mit den Füßen stampfen sie,
aus den Mäulern dampfen sie
nach Pommes Frites und altem Bier,
hier ist der Mundskunks ihr Revier.
Zudem stinkt es nach Rauch und Schweiß
und dir wird schwindlig, schlecht und heiß.

Doch die Drömmel tanzen weiter,
schaust du zu, dann wirst du heiter.
Das Klapperindividuum
springt wild vor dem Kadaver rum,
diesem aber passt das nicht,
erboxt dem Juckel ins Gesicht,
doch dem macht das garnix aus,
denn seine Zähne sind schon raus.

Pfannen mit den Hüften schwenken,
wollen gern ihr Herz verschenken.
Feurige Blicke werfen sie,
Schimpf und Schande ernten sie
und ein blauer Springinsfeld
trokelnd auf die Fresse fällt.

Hans Huckebein, das alte Schwein
stellt dem Brötchen flugs ein Bein,
dieser fällt nach hinten
und es beginnt zu stinken,
denn seine Hose ist gekracht
und das Publikum, es lacht.

Krauchend auf der dreckgen Erde
sieht man Rebel mit Beschwerde
sammeln abgerauchte Kippen,
um sie später mit Entzücken
und großem Hunga zu verdrücken.
Lederhosig, Augen schwarze
kratzt er sich an seiner Warze.
Seine kecke Lockenpracht
ihm doch schwer zu schaffen macht.
Hinten ist sie reichlich schütter,
dafür vorne um so dicker.
Nein, ein Kinn das hat er nicht,
dafür Pickel im Gesicht.
Sein Gekrächze ist hysterisch
und sein Tanzstil wirkt cholerisch.
Sein Arsch fungiert zugleich als Kopf,
fürwar, ein jämmerlicher Tropf.

Manchmal fühlst du dich bedrängt,
weil Wild Things Hand an deinem Hintern hängt.
Wild Thing ist ein alter Klepper,
aus ihrem Munde quillt Geplepper.
"Hallo Süße!" gröhlt die Stulle,
ne Fugur hat se wie ne Pulle.
Doch sie ist schon wieder weg,
und im Eck
entdeckst du den letzten Dreck.
Sein Name ist Hans Liebestöter,
er ist ein arger Schwerenöter.
Wild kaut er auf seinen Nägeln rum
und seine Beine die sind krumm.

Durch den Gang er flugs marschiert,
und auf der Mündels Hintern stiert.
's ist Fahnenkünstler Ferdinand,
auf dem Rücken trägt er eine Hand,
in der andren er sein Altglas schwenkt,
am Schädel die Kapuze hängt,
amplig rot ist ihre Farbe,
sie verbirgt die Kopfschußnarbe.

Um 10 Uhr kommt herein
ein dickes, fettes, altes Schwein.
Ihm gehört der Stinkerkasten,
er hätt es nötig mal zu fasten.
Der Bauch ihm übern Gürtel hängt,
der Arsch fast seine Hose sprengt.
Sein Gesicht ist ein bärtiger Kloß,
worauf er aus ist, das ist Moos.
Er ist der große Teenyschreck
und ekelt süße Jungens weg.

Es schwingt heran eine widerliche Natur,
geheißen: Bügeleisenplumpsfigur.
Einst ein Bügeleisen auf seinen Kopf herunterstürzte,
dieser Fall ihm seinen Hals verkürzte.
Sein bester Freund heißt Jochen,
er ist ein abgenagter Knochen.

Plötzlich is der Volker da
und schon hörste: Hasse ma?
Der Schrumpfkopf der schnorrt jeden an,
er war einmal ein guter Mann.
Heut pisst er in die Ecken,
er wird nochmal daran verrecken.

Alles dies, was du gesehn
läßt dich schleunigst rückwärts gehn,
schnell am Clo vorbei,
denn dort stinkts nach Scheißerei
und zusammen mit diesem würz'gen Duft
speit dich das CREAMCHEESE an die frische Luft.

(1975)

Die zotige Note war der Einfluß meiner Freundin Claudia.
Natürlich bereiteten solche Schriftstücke enormen Spaß.
War ich dann alleine war und schreib, kamen andere Dinge ans Tageslicht:

UNIVERSUMSTRAUM

Wohin wirst du später gehn?
Wohin lenkst du deine Schritte?
Wenn die Sonnen untergehn,
und die Sterne auferstehn,
gehst du zu des Weltalls Mitte.

Spährenschwanden surren galant,
streifen deine Stirne,
so schweben sie durchs Niemandsland
gleich einer dunst'gen Nebelwand,
berauschen deine Gehirne.

Gleitend durch Universums Kühle
schwinden dir schon fast die Sinne,
dröhnend stöhnen die Gefühle
drehen sich wie eine Mühle,
verschlingen dich wie eine Spinne.

Oh warum ist solches bloß,
warum geht vorbei die Zeit?
Warum ist die Sehnsucht groß
nach der Mutter Erde Schoß?
Ist es die Geborgenheit?

(1976)

Doch, ich muss es gestehen, mein ganzes Leben war wild und ging auch nach der Düsseldorfer Zeit aufregend und anstrengend weiter.
In den Zeiten meiner Ehen, in den Jahren, in denen meine drei Kinder klein waren, entstand wenig Literarisches. Ich las wieder mehr. Meine absolute Lieblings-Schriftstellerin war/ist Marion Zimmer-Bradley.

Erst meine Wandlung zur SMlerin im Jahr 2000/2001 amimierte mich wieder zum schreiben. Heiße, kleine Geschichten entstanden, wie die in meiner Kindle Edition "Erotic Fantasy Kurzgeschichten".

2010 starb mein geliebter Mann Clark, nach zweiundzwanzig Ehejahren. Meine Trauer war grenzenlos.

Dieses Leid veranlasste mich zu schreiben. Ich wollte unsere gemeinsame Geschichte schreiben, was ich auch tat. Es wurde eine Autobiografie, die so viele intime Momente enthielt, dass ich beschloss, sie niemals zu veröffentlichen. Aber, ich hatte zum ersten mal 500 Seiten an einem Stück geschrieben.

Ich stieß auf die Serie "True Blood". Konsumierte in kürzester Zeit alle Folgen. Las alle Bücher. Die Bücher gefielen mir nicht. Aber mein Interesse an Vampirgeschichten war geweckt.
Ich fand die Black Dagger Serie von J.R. Ward und war begeistert. Ich las mehr. Bücher über geile Gestaltwandler, über eiskalte Mediale, über fickende Erzengel. Sie hatten alle etwas gemeinsam: Die Protagonisten waren männlich, umwerfend attraktiv und die Frauen flogen auf sie. Ich war infiziert!

Langsam formten sich in meinem Kopf meine eigenen Wunschtraum-Männer. Auf einmal standen sie neben mir: Solutosan, Xanmeran, Patallia, Meodern und Tervenarius.
Sie wollten unbedingt geschrieben werden! Hatte ich eine Schreibpause, zwangen sie mich Kurzgeschichten über ihre Wartequalen zu schreiben. Sie waren erst wieder zufrieden, wenn ich an meinem Rechner saß. Dann diktierten sie mir die Geschichte der Duocarns.Ich weinte mit ihnen und lachte, wenn sie es taten. Ihre Charactere formten sich immer weiter. Aus den unbesiegbaren, unsterblichen Außerirdischen wurden sensible Männer mit tiefen Gefühlen. Sie verliebten sich.

Ich hatte mir eigentlich nie über homosexuelle Dinge Gedanken gemacht. Aber plötzlich waren Patallia und Tervenarius verliebt - in Männer. Zwei tiefgründige Liebesgeschichten entstanden, die sich - selbst nach 1200 Seiten -noch erhalten haben.

Natürlich sind all diese Beziehungen von Höhen und Tiefen bestimmt. Besonders einer meiner Lieblings-Charactere, Smu, ist immer wieder Verlockungen durch andere Männer ausgesetzt. Die Duocarns jedoch binden sich an ihre Partner - in Freud und Leid. Jahre, Jahrzehnte - für die Ewigkeit.

Es entstand langsam das Problem Frauen in die Geschichte einzuflechten. Meine Story wurde immer schwuler. Ich muss gestehen, dass ich dieses Frauenproblem im Moment immer noch habe und erkämpfe den weiblichen Wesen ständig ihren Platz. Meine Lieblinge sind und bleiben die Duocarn-Männer.

Band 1 - Duocarns - Die Ankunft ISBN: 978-3-8448-0436-2 ist nun als Print Version und Ebook verfügbar.

Band 2 - Duocarns - Schlingen der Liebe gibt es im Moment (Stand Mai 2012) als Ebook

Aktuelle Infos über meine Bücher, sowie Tipps für Autoren und einiges mehr findest du auf meiner Homepage http://www.duocarns.com oder auf der Verlagspage http://www.elicit-dreams.de

Ich würde mich freuen, wenn ich dein Interesse geweckt habe. Ganz besonders glücklich macht mich Resonanz. Was hat dir gut gefallen? Was überhaupt nicht? Ich freue mich, von dir zu lesen.

Homepage: www.duocarns.com

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