Donnerstag, 24 Mai 2012
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Spiegelherz
(Autor: )




Die schwebende Stadt

Piepmatz Design

Es dauerte nicht lange, bis wir den Wall erkannten, der Shunia vor dem Rest der Welt sicher schütze. Schon aus einiger Ferne konnte man das Kampfgeschrei der imperialistischen Soldaten hören. Als das Gefecht nun in unseren Blick fiel wurde mir zum ersten Mal bewusst, was ich aufgegeben hatte um Tak zu retten. Ich hätte in diesem Moment alles gegeben um seine Gedanken zu kennen. Durch die Zähne stieß Tak nur unruhig die Worte: „Wie kann es mein Bruder wagen deinem Königreich das anzutun?“ Ich legte ihm meine Hand auf die Schulter und sagte: „Ich will dir etwas zeigen. Etwas das ich gelernt habe, als ich auf der Suche nach dir war. Schau genau zu!“ Ich legte meine Hand auf den Boden und konzentrierte mich auf Marijazas Stimme. Leise hörte ich sie: „Aijako, die Stadt ist kraftlos, wir können sie so nicht mehr schützen. Es gibt keinen Weg mehr.“ Dann stand ich auf und sagte an Amalia und tak gewandt: „Die Waldflüsterer haben mir gerade gesagt, dass die Stadt verloren ist, doch ich weiß genau, dass wir etwas tun können. Amalia, ich und Tak können beide den Wind kontrollieren wie du, meinst du wir könnten die Stadt zum schweben bringen?“ Sie sah mich an.  Sie hielt es für einen Scherz, doch, schnell merkte sie, dass ich nicht zu scherzen pflegte in einer Situation wie dieser. „Es ist ein wahnsinniger Gedanke. Es könnte möglich sein, doch nicht in diesem Zustand. Die Stadt muss umgebaut werden und nur die Bewohner Aresos wissen, wie das bei einer Stadt dieser Größe möglich ist. Sie sind aber noch nicht hier!“, erklärte sie dann, als sie die Ernsthaftigkeit meiner Frage verstanden hatte. Daraufhin schickte ich Jaara aus, ihren Bruder zu finden und so schnell wie möglich die Nomaden von Areso nach Shunia zu bringen.  Ariana und Calina begleiteten sie freiwillig. Wir trennten uns auf. Amalia, Tak und ich machten uns auf in die Stadt. Wir wollten alle drei versuchen unser Vorhaben zu trainieren. Nur mit Schwierigkeiten kamen wir an den Soldaten des Imperiums vorbei in die Stadt. Dort angekommen, wurden wir feierlich von Marijaza und vielen anderen Waldflüsterern willkommen geheißen. Zusammen kämpften sie Hand in Hand mit den Menschen der Stadt, gegen die Invasoren. Wir ruhten uns nicht lange aus. Schnell postierten wir uns auf dem Wall um die Angreifer zurück zu schlagen.  Erst nach einigen Stunden des ständigen Kämpfens, spürten wir, wie wir an das Ende unserer Kraft kamen. Ich wusste, dass der Kampf so wie wir ihn nun ausfochten verloren war.  Mit letzter Kraft stieß ich einige Magier zurück, die versuchten den Wall zu erklimmen.  Nalo trat an meine Seite und jagte einige Pfeile in die Menge der Soldaten. Dann schrie sie mir zu: „Aijako, schnell, du musst Alixa um ihre Hilfe bitten. Der Zugang zu ihrem Reich findet sich hinter dem Kamin in meinem Haus! Geh schnell!“ Mit einem Satz. Sprang ich vom Wall auf das Dach eines nahe gelegenen Hauses.  Ich rannte so schnell ich konnte über das Dach und lies mich dann auf ein tiefer gelegenes Fallen. Ich war mir sicher, so schnell wie in diesem Moment erst einmal im Leben gelaufen war. Damals hatte ich versucht vor Demrion zu fliehen. Es fühlte sich an als würde ich fliegen. Las ich an Nalos Haus angekommen war, wollte ich mich an dem Gartentor aufhalten. Ich sprang über den Zaun und hechtete in das Gebäude. Während ich ins Wohnzimmer stürmte, lag mir der Schlüssel zu Alixas Reich bereits auf der Zunge. Mit Cascades Hilfe löschte ich das Feuer im Kamin und sprach: „Desrasete“ Die Steine der Mauer sprengten in alle Himmelsrichtungen davon.  Ich eilte durch den Durchgang. Auf der anderen Seite wurde ich nicht wie zuvor freundlich empfangen. Angriffslustig stellten sich die Elfen mir entgegen. Sie erkannten mich nicht mehr. Den Spiegelkristall hatte ich hergegeben um etwas zu erreichen, was sonst unerreichbar für mich gewesen wäre. Ich erhob meine Arme und rief Alixas Namen in die Menge. Die Elfen standen noch immer um mich und ließen mich nicht aus den Augen. Dann sagte eine Stimme: „Wer bist du, dass du es wagst hier einzudringen?“ Noch immer stand ich mit erhobenen Armen da. Dann sagte ich: „Deine Schwester schickt mich. Mein Name ist unwichtig. Schwere Zeiten drohen der Stadt Shunia. Ihr dürft euch nicht länger verstecken. Helft dem Garten der Königin“ Aus den Elfen trat nun ein junge Frau auf mich zu. Ich musste genau hinsehen um zu erkennen, dass es sich bei ihr um eine Waladras Elfe handelte. Sie hatte keine Flügel mehr und in ihren Augen war der Glanz verschwunden. „Ihr habt den Krieg gesehen nicht wahr?“, wollte ich wissen, als die Frau immer näher kam. Mit ruhiger Stimme sagte sie: „Ich habe den Krieg nicht gesehen, ich war in den Krieg involviert, doch bin ich zu schwach den Krieg zu beenden und so friste ich hier mein endloses Leben, weil ich meine Bestimmung nicht erfüllen konnte. Ihr Menschen seid es nicht länger wert von uns Waladras Elfen gerettet zu werden! Nichts habt ihr uns je zurückgegeben. Wir reichten euch die Hand und im Gegenzug zerstörtet ihr unsere Welt. Sag mir weshalb sollte ich euch noch helfen wollen?“ Die verbitterten Worte schmerzten sehr. Ich hatte nicht gewusst, welch Leid den Waladras Elfen zuteil wurde als unsere Welt in Trümmer geworfen wurde, doch rechtfertigte das aus meiner Sicht nicht ihre verbitterten Worte. Ich zog das Schwert, das Florin mir übergeben hatte aus der Scheide und richtete seine Klinge auf die Elfe. Die Elfe wich nicht zurück. Mit ruhiger Stimme versuchte ich den Worten aus meinem Herzen eine Bedeutung zu geben. Ich erhob das Schwert und rammte es in den Boden. Dann verbeugte ich mich vor Alixa und bat: „Vergib mir bitte Alixa, letzte der Waladras Elfen, vergib mir die Sünden der Menschen. Doch ich bitte dich, vergiss nicht das Bündnis, das einst zwischen unseren Reichen geschlossen wurde. Lyllewyn und Florin, erkannten mich als jemanden, der ich seid Geburt an war, doch den ich erst vor kurzer Zeit kennen gelernt hatte. Dieser Krieg Hat auch mich vieles gekostet, doch das wurde mir gerade erst bewusst. Für den Frieden gab ich sogar das auf, das mich zu dem machte, was ich war. Ich gab den Spiegelkristall auf um hier zu stehen und dir entgegen zu treten. Alles worum ich dich bitten möchte ist deine Kraft. Hilf mir die Stadt zu verteidigen, bis zu dem Moment in dem ich die Stadt zum schweben bringen kann. Auch wenn du es nicht glauben willst, aber dort draußen kämpfen Waldflüsterer und Menschen Hand in Hand gegen die Bedrohung, die unser Königreich zerstört. Willst du dich wirklich dein Leben lang hier verkriechen? Auch wenn dein Leben endlos sein mag, wäre es nicht schöner in einer freien Welt zu leben, in der du nicht gezwungen bist Tag ein Tag aus hinter Mauern versteckt zu leben?“ Stille umgab mich. Alixa sah mit durchdringendem Blick auf mich herab. Nach einiger Zeit sagte sie mit tiefer Stimme: „Das du, ein gewöhnlicher Mensch, es wagst mich um etwas zu bitten! Was bildest du dir denn ein? Du bist doch nicht anders als all diese Menschen dort draußen. Waldflüsterer würden niemals mit Menschen zusammen kämpfen. Stirb für diese Lüge Mensch.“ Sie zog Walladrihl aus der Erde und erhob es um zu zuschlagen, als plötzlich eine vertraute Stimme die Luft erfüllte: „Sprichst du denn im Fieber Alixa? Weißt du denn nicht wer vor dir niederkniet? Meine Schwester, du hast es wohl noch immer nicht verstanden, du bist nicht alleine. Solange es jemanden gibt, der zu dir steht, wirst du nie alleine sein. Leg das Schwert weg und beuge dich dem Willen Aijakos von Lorian. Vertraue ihr, auch du wirst deine Bestimmung erfüllen können.“ Als die Stimme verstummte, schlug das Schwert auf dem Boden auf und Alixa sank in sich zusammen. Auf dem Boden kauernd und von Tränen übersät, sah sie mich an. Leise sagte sie: „Vergib mir Prinzessin, zeig mir den Weg hinaus.“ Ich sah in ihre Augen. Der Glanz ihrer Augen kehrte mit jeder Träne, die sie  vergoss, zurück. Ich reichte ihr die Hand und half ihr auf. Mit der anderen Hand hob ich das Schwert auf und steckte es zurück in die Scheide. Tief im innersten dankte ich Lyllewyn für ihre Hilfe. Zusammen mit hunderten von Elfen kehrte ich auf den Wall zurück. Tak eilte an meine Seite, nahm meine Hand und küsste mich zärtlich auf die Wange. Er flüsterte mir zu: „Gute gemacht! Die Elfen aus Lyios und Relkian sind auch soeben eingetroffen. Wir können diesen Krieg beenden und dann endlich zu Ende bringen, was unsere Väter einst vorhatten. Ich werde hier Stellung beziehen. Kümmere du dich um den Ostwall. Lolani, meinte sie hätte ihren Bruder in der Nähe gespürt. Jaara kehrt sicherlich bald zurück!“ Kurz danach, lief ich zum Ostwall. Alixa folgte mir. Unterwegs gab ich den Elfen immer wieder den gleichen Befehl. „Vereint eure Kräfte um die Angreifer zurück zu schlagen! Nur gemeinsam schaffen wir es.“ Auf meinem Weg sah ich einige Waldflüsterinnen kämpfen. Es war ein unheimlich schönes Bild. Daran konnte ich erkennen, das auch sie als magische Wesen ihre Magie beschwören mussten. Die Waldflüsterer tanzten und im Fluss ihrer Bewegungen schlugen die Pflanze die Magier zurück. Mekron kämpfte auf eine andere Weise. Er erschuf mit der einen Hand immer wieder neue Pfeile aus den Ästen eines alten Baumes und feuerte diese dann auf immer näher Kommende ab. Die Menschen, die weniger im Fernkampf geübt waren, schlugen die Magier zurück, die es bereits geschafft hatten, den Wall zu erklimmen. Nalo und Lolani kämpften Seite an Seite wie Mutter und Tochter. Ihre Schwerter harmonierten so sehr, als hätten sie nie alleine kämpfen gelernt. Am Ostwall angekommen richtete ich meinen Blick in Richtung des Zwergenreichs. Das Wetter an diesem Tag war klar und lies meinen Blick weit bis an den Fuß des Saltiros Gebirges schweifen. Noch war kein Zeichen der Nomaden, Jaara oder irgendjemand anderem zu erkennen. Ich überflutete den Wall mit Cascades Hilfe einige Male um ihn in ein schlammiges Feld zu verwandeln, das kein Magier bezwingen konnte. Als ein markerschütternder Schrei an mein Ohr drang, erkannte ich die Brutalität der Magier, die einfach keine Worte fand um sie zu beschreiben. Mit brennenden Katapultgeschossen, bewarfen sie die Stadt. „Alixa, die Wasserelfen sollen die Geschosse löschen, solange sie in der Luft sind, schnell.“ Ich sah mich um. Amalia versuchte sich zu mir durchzukämpfen. Ich schoss einen Pfeil direkt in die Brust eines angreifenden Imperialisten und hechtete zu ihr. Zusammen schlugen wir noch einige Magier zurück. Sie packte mich am Arm und schrie: „Reiter kommen von Norden her!  Sie tragen die Fahnen von Jonia, doch bin ich mir nicht sicher, ob es sich um Freunde oder Feinde handelt. Was sollen wir tun?“ Ich überlegte kurz. Dann viel mir die Antwort wie Schuppen von den Augen: „Schicke einige der Stadtelfen um herauszufinden wer uns dort entgegen reitet! Öffne auf keinen Fall das Tor, erst wenn wir uns sicher sind!“ Amalia nickte und verschwand dann wieder. Dann endlich sah ich sie. Die Menschenmenge, die von Osten her auf uns zukam. Marijaza trat an meine Seite. Sie hatte einige Bäume wachsen lassen um die Geschosse der Magier abzufangen. „Sie müssen sich beeilen, sonst können wir diese Stadt nicht mehr retten!“, warnte sie und schleuderte mit nur einer Bewegung einen Magier von sich, der mit erhobenem Dolch auf uns zu stürmte. „Marijaza, wie sollen wir sie in die Stadt bekommen? Jeder hier verteidigt den Wall, es gibt kein Rein und auch kein Raus. Sie können keinesfalls über den Wall, so wie ich vor einigen Tagen, dafür sind es zu viele. Was sollen wir..“ Marijaza legte mir den Finger auf den Mund murmelte: „Sieh nur zu!“, und verschwand.  Was ich dann sah konnte ich kaum glauben. Ein riesiges Loch tat sich im Osten vor dem Wall der Stadt auf. Marijaza stand davor und schleuste einen Ankommenden nach dem anderen durch das Loch. Vor meinen Füßen tat sich plötzlich ebenso ein Loch auf, das den Weg zu einer Schmalen Treppe freilegte. Ich starrte unbehelligt auf das Loch, als eine Stimme daraus schrie: „Aijako, hinter dir!“ Ich zog Walladrihl aus der Scheide und schlug zu. Der Magier war augenblicklich tot und stürzte vom Wall in die Menge kampfgeschreitauber Soldaten. Dann stieg Jaara aus dem Loch gefolgt von Torius und den Luftnomaden. Ariana und Calina bildeten den Abschluss. Iros hielt nichts lange in der Gruppe. Er sprang aus dem Loch und hechtete mit gezogenem Schwert an Lolanis Seite. Mit ruhiger Stimme sagte Ariana dann: „Aijako, zieh dich mit den Nomaden in eines der großen Gebäude zurück. Ihr müsst deinen Plan so schnell wie möglich umsetzten. Ich schicke dir Tak und Amalia zur Unterstützung. Schnell, mach dir keine Sorgen um den Wall, wir werden ihn aufrechterhalten!“ Ich nickte und zog mich zusammen mit den Nomaden in eine geräumige Gaststätte zurück. Nur wenige Minuten später stießen auch Amalia und Tak hinzu. Amalia verschnaufte kurz schrie dann aber: „Aijako, es handelt sich bei den Reitern um die Rebellen von Jonia. Es gibt keinen Zweifel. Die ganze Welt unterstützt uns!“ Ich nickte gelassen. Dann bat ich um etwas ruhe. Ich stellte mich auf einen Tisch um die Situation in dem Raum der Gaststätte besser zu überblicken.  „Ich brauche heute die Hilfe von euch allen. Ihr, die Luftnomaden, die den Himmel bereist haben, seid im Stande dies Stadt flugtauglich zu machen. Um diese Stadt zu retten, müssen wir sie in die Lüfte erheben. Den Magiern unerreichbar können wir dann eine endgültige Strategie ausklügeln, die uns dann diesen krieg beenden lässt. Nehmt euch, was immer ihr braucht. Ihr habt 2 Tage Zeit. Zusammen mit den Elfen werde ich diese Stadt dann in die Lüft heben. Wir beenden diesen Krieg nun ein für alle mal und holen uns zurück, was uns gehört.“ Tosender Applaus ging nieder. Amalia setze sich zu einem ältern Mann, der eine Pergamentrolle aus der Tasche zog und sofort begann darauf herum zu kritzeln. Sie erzählte ihm viele Details der Stadt. Während der Mann versuchte einen Plan der Stadt zu zeichnen, schickte eine Frau die anderen Luftnomaden aus Leinen zu finden, aus denen man segeln nähen konnte. Die jüngeren Kinder machten sich auf die Suche nach Stricken. Amalia wank mich an ihren Tisch. Dort sagte mir der Alte Mann: „Wir könnten innerhalb eineinhalb Tagen aus dieser Stadt ein Flugschiffbauen, doch leider gibt es etwas, das dieses Vorhaben fast unmöglich macht. Nirgends in der Stadt gibt es etwas, das stark und hoch genug ist, dass wir es als Mast benutzen könnten.“ Ich überlegte nicht lange, sprang auf und fragte: „Wo muss der Mast stehen?“ Amalia tippte mit ihrem Finger auf die Mitte des gezeichneten Stadtplans. An dieser Stelle stand ein sehr großer Brunnen. Ich nickte und verließ daraufhin die Gaststätte. Ich eilte zu dem Brunnen, legte meine Hand auf den Boden und konzentrierte mich auf die Stimme des Waldes.

Ich sagte leise in Forêtan: „Hilf mir, kleiner Baum. Wachse werde stark und hilf uns, diese Stadt zum fliegen zu bringen. Deine Wurzeln sollen den Wall durchströmen und dein Stamm soll zum Mast werden, der uns in die Lüfte hebt.“ Ich nahm die Hand vom Boden. Plötzlich erschütterte eine starke macht den Boden und ein Baum wuchs aus der Mitte des Brunnens immer höher und höher über die Stadt. Die Erschütterung riss mich von den Füßen. Doch ich viel nicht Tak fing mich auf. Bewundernd sah er mir in die Augen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten so stark zu werden. Doch merkte ich, dass ich am Ende meiner Kräfte angekommen war. Ich schloss die Augen. Ich spürte, wie Tak, meine Hände um seinen Hals legte und mich davon trug, doch dann schlief ich ein. Als ich wieder aufwachte, war es bereits dunkel geworden. Durch die Tür fiel ein schmaler streifen Licht ins Zimmer. Von außen hörte ich Stimmen. Tonlos, ging ich an die Tür. Draußen hörte ich Nalo reden. Die zweite Stimme hatte ich noch nie zuvor gehört. Nalo schien mit der anderen Frau zu streiten. Sie sagte: „Wieso hast du mir nicht gesagt, dass er noch am Leben ist? Hat es denn irgendetwas gebracht, dass du ihn von dir fern gehalten hast?“ Nalo bekam keine Antwort. Die Frau blieb stumm. Ich blickte durch den Türspalt und sah eine wunderschöne Frau am Kamin stehen. Sie war nicht mehr die jüngste, doch schien sie nicht älter als 40 zu sein. Sie hatte ihre langen kastanienfarbenen Haare zu einem Zopf geflochten. Ein silberner Stirnreif, zierte ihre helle Stirn. Sie hatte helle braune Augen, die nun tränennass in die Ferne starrten. „Wieso willst du ihn jetzt nicht sehen? Er ist hier. Aijako hat ihn vor der Dunkelheit gerettet. Naria..“ Als ich den Namen von Taks Mutter hörte stieß ich die Tür auf und stand plötzlich mitten im Raum. Erschrocken sahen mich die beiden Frauen an. Nalo wurde kreidebleich und  musste sich setzen, während Naria wie angewurzelt am Kamin stehen blieb. Mit großen Augen sah ich die Frau an, verbeugte mich und sagte: „Es ist mir eine Ehre euch hier willkommen zu heißen, Naria von Drillios. Ihr seid ein willkommener Gast hier in meinem Reich, denn ihr habt etwas geschenkt, das sonst niemand hätte schenken können. Euer Sohn Takion, wird sicher sehr erfreut sein euch zu treffen.“ Naria trat auf mich zu: „Nein Prinzessin, ich …. Möchte meinen Sohn nicht treffen, ich bitte euch. Ich werde in einigen Stunden, die schwebende Stadt wieder verlassen und ich möchte ihm nicht noch größeres Leid zu fügen, als ich es eh schon habe. Ich habe bereits zwei meiner Kinder völlig verloren und so möchte ich noch warten, bis das alles hier ein Ende hat um ihm entgegenzutreten. Darum bin ich hier her gekommen. Ich möchte euch erzählen, weshalb Demrion und Akari diesen Krieg so schüren und wie ihr die beiden vielleicht besiegen könnt.“






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