Donnerstag, 24 Mai 2012
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Spiegelherz
(Autor: )




Die Reise beginnt

Piepmatz Design

„Aijako?“ sagte eine kleine Wasserelfe, deren Flügel wie Wasserfälle rauschten, mit fragendem Ton. Die Elfe schwebte in der Eingangstür meiner kleinen Holzhütte, die nur spärlich eingerichtet war.   Ein Bett, ein kleiner Ofen, ein Tisch und zwei Stühle waren mitsamt einer niedrigen Kommode alle Einrichtungsgegenstände. Die Hütte lag im Halbdunkel und nur der vordere Teil war in das Licht der aufgehenden Sonne getaucht. „Aijako, wir wollten nach Lastia aufbrechen! Komm schon du Schlafmütze! In deinem Bett wirst du nie erfahren, wieso du meine Kräfte kontrollieren kannst! Komm jetzt!“, kommandierte die Elfe in den kleinen Raum, worauf hin ich mich, da ich  bislang noch im Bett gelegen hatte, aufrichtete und streckte. Ich gähnte laut und sagte mit sonniger Stimme: „Cascade, der Tag ist lang. Wir werden nichts verpassen wenn wir erst in einer Stunde aufbrechen. Lastia wird sich nicht weg bewegen. Der Magier des Dorfes hatte eh gesagt, dass ich Quellsore nicht vor dem Sonnenaufgang verlassen könne!“ Ich stand nun vom Bett auf und zog mich um. Cascade begann nun eine große Feldflasche mit Wasser zu füllen. Ich legte mir meinen Jagdbogen über die Schulter und packte Brot und etwas Käse sowie ein Taschenmesser in meine Umhängetasche aus Leinen und legte diese auf einen der Stühle. „Cascade, was denkst du, werde ich viel Geld brauchen?“ konsultierte ich die Elfe. „Nun ja, ich kenne mich in Lastia nicht gerade aus, da ich die Stadt nur von den Ufern der Tanika her kenne, aber das was ich gesehen habe, lässt mich vermuten, dass du viel Geld brauchen wirst.“, entgegnete Cascade. Daraufhin nahm ich einen Beutel voller Silberstücke und legte ihn in meine  Tasche, ehe ich mir  diese umlegte. Beim Verlassen der Hütte drehte ich mich nochmals kurz um und verabschiedete mich von meinem zu Hause. „Bist du bereit?“ fragte eine tiefe dunkle Stimme aus dem Wald heraus.

„Mekron, ist man dazu denn jemals bereit?“ gab ich unsicher  zurück. Ein großer Mann mit dunklen Haaren und dunkler Haut trat nun aus dem Waldstück heraus. Er trug einen reich verzierten Umhang mit Goldstickereien. Ich knickste respektvoll vor ihm nieder. Mekron ist der Magier von Quellsore. Er verwaltete das Dorf unter der Regierung von Lastia.  Obwohl er vorgab im Sinne der Regierung zu handeln, half er mir heute zu fliehen. Er hatte vor neun Jahren entdeckt, dass ich eine Elfenflüsterin war. Die Elfenflüsterer waren Menschen, die mit den Elfen sprechen konnten und ihre Macht einsetzten, aber meistens wussten sie nicht weshalb sie das konnten, so auch ich. Einer 12 Jahre alten Prophezeiung nach sollte eine Gruppe von Elfenflüsterern in der Lage sein die  Regierung der Magier zu zerschlagen und Lorian zu befreien, weiter noch, sollte sich unter ihnen die wahre Erbin des Throns befinden und als Königin das Land ins Licht führen. Mekron kannte diese Prophezeiung aber leider auch den Befehl der von Lastia ausging, alle noch lebenden Elfenflüsterer auf der Stelle zu töten. Er selbst sagte, dass er nicht wisse wieso er mir helfen wolle. Ich jedoch wusste, dass er ein sehr gutes Herz hatte. „Hör gut zu Aijako, ich werde es nur einmal erklären. In Lastia gibt es viele Magier die nichts lieber täten, als einen Elfenflüsterer zu töten. Es gibt einen Mann, sein Name ist Bregon, der in ganz Lastia als Dieb verschrien ist, bei ihm wirst du Hilfe finden. Wenn es in Lastia einen Hinweis auf andere deiner Art gibt, dann nur bei ihm. Ich wünsche dir viel Glück, pass auf dich auf!“, gab er mir mit auf den Weg eher er mit einem Feuerball die Holzhütte ansteckte. Ich spürte wie in meinen Augen Tränen sich sammelten, doch ich hielt sie zurück. Mir war klar, dass es besser war, wenn man glaubte, dass ich tot sei. Ich stand nur noch einige Sekunden ruhig da und beobachtet, wie lodernden Flammen das Holz verkohlten und schließlich verschlangen. Der Anblick der brennenden Hütte schmerzte mir sehr, aber ich versuchte noch immer die Tränen zurück zu halten. Mir war in den letzten Jahren immer klarer geworden, dass ich in Quellsore niemals mein Schicksal finden würde. Cascade, meine Seelenpartnerin, hatte mir von großen Elfenvölkern erzählt, die aber plötzlich vor 12 Jahren verschwunden waren. Es hieß, dass diese Völker mit dem König paktierten und deswegen von den Magiern ausgerottet wurden. Aber Cascade behauptete immer wieder, dass diese Völker mächtiger waren als alle Magier zusammen und sich sicherlich niemals hätten besiegen lassen. In der Hoffnung durch meine Kräfte als Elfenflüsterin Hinweise auf diese Völker zu finden entschloss ich mich nach Lastia aufzubrechen. Mekron, der mir  beigebracht hatte die Magie der Elfen zu steuern, hatte mir dazu viele Legenden und Geschichten erzählt. Ich war mir sicher, dass ich den Elfenflüsterern helfen konnte und musste. Was auch immer ich mir ausdachte, mein Weg würde mich nach Lastia führen. Deswegen täuschte ich heute meinen Tod vor. Denn nach einem toten Elfenflüsterer würde niemand suchen. Ich schloss die Augen und atmete noch ein letztes Mal den Frischen Duft der Wälder ein. Dann  kehrte ich  den Flammen den Rücken und lenkte meine Schritte in Richtung Lastia. Mekron sagt mir im vorbeilaufen: „Bleib am Fluss! Das ist der sicherste Weg.“ Ich nickte und beschleunigte meine Schritte. Das schmerzende Gefühl des Abschieds wurde immer erdrückender. Cascade verabschiedete sich noch mit einem sanften Kuss auf Mekrons Wange und folgte mir. Beim Verlassen des Dorfes hatte ich nicht wie so oft zuvor die Angst den Weg zurück nicht mehr zu finden. Ich wusste, dass mich meine Reise nicht mehr zurück führen würde, also war das ein für alle Mal egal. Umso weiter ich mich entlang der Tanika entfernte umso leichter wurde mir ums Herz bis der erdrückende Abschiedsschmerz schließlich ganz verschwand. Nach einigen Stunden durchgängigen Laufens hielt ich inne um zu rasten.  Ich war ab einem kleinen Eichenwäldchen angekommen, dass zu einer Rast geradezu einlud. Ich war schon einen Tag unterwegs und am Horizont färbten sich die Sonnenstrahlen bereits von einem strahlenden Rot in ein sanftes orange.  Bald würde die Nacht einbrechen. Aus meiner Tasche nahm ich mir den Brotleib und schnitt mir etwas davon ab.  Auch Cascade, die nicht von meiner Seite wich bekam etwas ab. Ich erkannte die Erschöpfung in ihrem Gesicht und entschied mich über Nacht hier zu bleiben um sie etwas ausruhen zu lassen. Ich räumte meine Sachen zusammen füllte die Wasserflasche wieder auf und suchte nach einem geschützten Plätzchen an dem ich mich ausruhen konnte.  Ich fand dieses schließlich unter einer alten jedoch noch saftig grünenden Eiche. Es dauerte nicht lange und die Müdigkeit übermannte mich.

Traumlos verging die Nacht. Als ich wieder aufwachte stand die Sonne schon in ihrem Zenit und die grauen Wolken ließen mich erkennen, dass es bald beginnen würde zu regnen. Ich stand auf und sah nach Cascade. Ich wusste, dass sie fast die ganze Nacht wach gewesen war um mich zu beschützen, ich wollte ihre Ruhe nicht stören und legte sie behutsam in meine Tasche. Nachdem ich mich ausgestreckt hatte folgte ich wieder meinem Weg nach Lastia.

Es dauerte nicht lange bis der erwartete Regenschauer einsetzte. Da in der Umgebung keinerlei Unterstand zu sehen war, lief ich weiter. Mit der Zeit lies der Regenschauer nach und die Sonne trat hinter den Wolken hervor. Sie trocknete mit ihren wärmenden Strahlen meine Kleidung während ich am Himmel die Goldene Turmspitze des Schicksalsturmes, des Palastes höchster und berühmtester Turm, bestaunte. All die Jahre über hatte ich Lastia so entfernt empfunden und nun erkannte ich, dass eben diese Stadt nur einen Sprung von zu Hause entfernt war. Ich eilte den Hügel hinauf, der mich daran hinderte das ganze Ausmaß des Turmes ins Auge zu fassen. Oben angekommen erschrak ich.  Die Geschichten, die mir von Lastia zu Ohren gekommen waren, erzählten von einer Stadt der an nichts mangelte. Einer Stadt deren Häuser jedes für sich ein Kunstwerk, einzigartig war. Eine Stadt, von der niemand erwartet hätte, dass sie ein Trümmerfeld ist, aber das war sie, nur ein Trümmerfeld darin der große Palast der halb zerfallen war. Der Schicksalsturm, ein Gerüchte umrankter Turm des Palastes, war das einzige Bauwerk in Lastia, das keine Spuren des Krieges aufwies, nicht einmal einen einzigen fehlenden Stein. Ein Bild, das den Turm von einer Barriere umgeben zeigte, schoss mir durch den Kopf und ein hoffnungsloser Schrei schallte mir in den Ohren.  Mit dem folgenden Lidschlag waren das Bild und auch der Schrei verschwunden. In diesem Moment schwebte Cascade aus meiner Tasche und blickte in Richtung Lastia. „Eine Ruine?“ fragte ich sie enttäuscht.  Sie antwortet, wie gewohnt mit leiser Stimme: „ Nenn es wie du willst aber bloße Worte können an dem Schicksal, das Lastia bestimmt ist nichts ändern. Ich blickte ihr fragend in die Augen. „Ja Aijako, Lastia ist eine dem Tod geweihte Stadt und ihr Bewohner wissen das nur zu gut, doch will es niemand war haben. Die Menschen verschließen die Augen vor dem Schicksal und auch die Stadtelfen haben ihrer Entstehungsstätte längst abgeschworen. Doch gibt es noch Hoffnung! Die drei Schlüssel können den Weg erschließen, der das Schicksal abwendet. Aber jene, die einen der Schlüssel besitzen und wissen wo sich die anderen befinden, werden seit Jahrzehnten geächtet.“, gab mir meine Seelenpartnerin zur Antwort. „Die Diebesgilde also..“

Geteilte Gefühle durchströmten mich. Ich hasste das Unrecht dieser Welt, auch die Diebesgilde gehörte dazu, aber ich war auf die Hilfe angewiesen um am Elend unseres Königreiches etwas zu ändern. Warum mich das Elend des Königreiches so stark interessierte war mir zu diesem Zeit Punkt nicht klar, doch ich wusste, das ich in der Lage war etwas zu tun und genau deswegen musste ich handeln. Cascade sagte: „Ich weiß, dass du die Diebe verachtest, aber im Moment gibt es wichtigeres zu tun, wir müssen den Elf Butin finden! Du weißt was das bedeutet!“ „ Er hat einen Namen? Aber das bedeutet doch…“ „…dass wir uns beeilen müssen, ehe ein anderer ihn findet!“ Ich atmete tief ein und begann eilenden Schrittes den Hügel hinunter zu laufen.  Ein Mensch, der vermochte einem Elf einen Namen zu geben. Auch wenn dieser Mensch ein Dieb war, ich musste ihn finden um mehr über meine Gabe als Elfenflüsterer zu erfahren und herauszufinden, wie man Lastia helfen konnte. Die plötzlichen Sympathien für Lastia waren mir unerträglich.  Obwohl ich mich nicht erinnern konnte, jemals in Lastia gewesen zu sein, kam mir die Stadt sehr vertraut vor, wie mein zu Hause Quellsore, aber ich hatte keine begreifliche Erklärung dafür.

Als ich Lastia betrat ereignete sich eine Reihe merkwürdiger Vorkommnisse.  Zuerst kam ich in ein sehr belebtes Viertel der zertrümmerten Nordstadt. Auf dem Rosenplatz fand zwischen zerrütteten Villen ein markt statt, auf dem man kaufen konnte, was das Herz begehrte. Da gab es Reis von den Feldern im Osten, Kalmatisfrüchte aus dem Süden, Gemüsearten, die nur hoch im Norden des Landes wuchsen und allerlei anderes Zeug.  Das Bild des Marktplatzes hatte etwas Idyllisches und ließ mich für kurze Zeit vergessen, dass ich in einer Ruine stand. Ferner noch, war an diesem Bild nichts zu erkennen, das den festen Griff der Magier um Lorian vermuten ließ. Dann bemerkte ich es. Viele Leute starrten mich an. Einige unterbrachen sogar ihre Arbeit um einen Blick auf mich zu erhaschen.  Ich bekam Angst, hatte etwa jemand bemerkte, dass ich ein Elfenflüsterer war. Aber schon nach kurzem wurde die drückende Szene unterbrochen, als ein Soldat laut aufschrie:“ Haltet den Dieb!“ Ich sah mich um. Ein Junge von etwa 10 Jahren lief mit einem roten Apfel in der Hand vor dem Soldaten davon. Für einen Augenblick sah es so aus, als ob der Junge davon kommen würde, doch dann zeigte sich das Ausmaß der Regierung der Magier. Hinter einem Marktstand traten plötzlich zwei Soldaten hervor, die dem Jungen den Fluchtweg abschnitten.  Als der Junge die neue Bedrohung erkannte, machte er kehrt und lief auf mich zu.  Ich erkannte das Unrecht an dieser Situation, der Junge stahl doch nur aus Hunger, doch das scherte die Soldaten keinen Pfifferling. Wie in Trance öffnete ich die Arme und fing den Jungen ab. „Halte still, ich helfe dir!“ flüsterte ich dem Kleinen zu, der aufhörte sich zu wehren. Ich nahm ihn bei der Hand zog ihn über den Marktplatz und lief auf den Händler zu, dem der Apfel gestohlen wurde. Dieser blickte verdutzt. Ich bat ihn um Verzeihung:“ Entschuldigen sie bitte die Unannehmlichkeiten, aber mein Bruder hat schrecklichen Hunger und wollte mit zeigen was er Essen möchte. Wie viel macht das?“ Der Obsthändler antwortete schroff:“ Pass gefälligst auf deinen Bruder auf! Zehn Äpfel kosten ein Silberstück, kannst du denn keine Schilder lesen?“ Ich kramte aus meiner Tasche den Beutel mit den Silberstücken, zeigte Cascade, dass es keine Gefahr gab und wies den Jungen an noch neun weitere Äpfel auszusuchen, die ich bezahlte und in die Tasche verstaute. All das Geschah unter den strengen Augen jedes einzelnen Menschen auf dem Rosenplatz.  Ich brachte den Jungen auch dazu sich bei dem Soldaten zu entschuldigen und verließ mit ihm zusammen den Rosenplatz ohne eine Blick zurückzuwerfen.  Zusammen durchquerte ich mit dem Jungen einige Straßen und Gassen, bis wir in einem Zwischengang, unbeobachtet von den Lastianern, stehen blieben. „Danke für die Hilfe,“ sagte der Junge mit leiser Stimme. Ich reichte ihm einen der Äpfel und antwortet: „Habe ich gerne gemacht. Sag mal kannst du mir verraten, wieso die Leute mich alle so anstarren?“ Der Junge biss einen großen Brocken von dem Apfel ab, schlang ihn herunter als hätte er seit Tagen nichts mehr gegessen und sah mich schließlich an:“ Du siehst ihr einfach nur ziemlich ähnlich!“ An meinem Blick erkannte er, dass ich nicht verstand was er meinte, also setzte er hinzu: „Ich meine du siehst der verstorbenen Königin von Lastia sehr ähnlich. Königin Alkena ist mit ihrem Mann König Dakion vor zwölf Jahren gestorben. An ihrem Todestag ging das Königreich Lorian unter und die Magier übernahmen es. Die Prinzessin verschwand in dieser Nacht, viele halten sie für tot und haben mit ihr die Hoffnung auf ein freies Lorian aufgegeben.  Leider wurde ihr Name noch nie genannt, deswegen nennen wir sie die namenlose Prinzessin. Viele von uns Kinder hoffen, dass sie noch lebt, aber ich denke das dieses Hoffen vergebens ist, aber der Anführer der Diebesgilde Bregon ist fest davon überzeugt, dass die Prinzessin zurückkehrt und den Thron in Anspruch nehmen wird!“ Ich lauschte den Worten des Jungen aufmerksam. Der Krieg hatte den Leuten von Lastia, nein von ganz Lorian, die Hoffnung genommen. Ich bedankte mich bei dem Jungen für die Erklärung in dem ich ihm alle Äpfel schenkte, die ich gekauft hatte. Der Junge sagte: „Du kommst nicht von hier, das ist mir klar, denn außer den Dieben legt sich keiner mit den Militaristen an!“ Ich antwortete kühl:“ Aha ein Dieb bist du also, obwohl ich nicht von hier komme bin ich mir sicher, dass man auch hier nicht stehlen darf!“ Der Junge nickte, lächelte höhnisch und gab zurück: „ Was weißt du denn schon über Diebe? Du siehst nicht so aus, als ob du schon mal mit welchen zu tun gehabt hättest!“ Eine Stimme drang an mein Ohr: „ Diebe, das ist so eine Bezeichnung für die Vogelfreien und Armen hier in Lastia. Eine alltäglich gebrauchte Bezeichnung für alle Leute, die sich gegen das Magierreich aussprechen und sich gegen die Ungerechtigkeit und Willkür des Militärs behaupten. Wir alle geben die Hoffnung an ein freies Lorian nicht auf und das ist es, was den Menschen von Lastia Angst einjagt und uns in die Verachtung treibt.“ Ich drehte mich um und spannte meinen Bogen. Ein Junge, der ungefähr mein Alter hatte stand mir entgegen. Ich musterte ihn und ließ schließlich meinen Bogen sinken, als ich erkannte, dass der Junge unbewaffnet war. Durch eine Handbewegung über meine Tasche gab ich Cascade an Vorsicht walten zu lassen. Der Junge ging auf mich zu und sagte dem Jungen zu gewand: „Wie willst du so deine Schwester ernähren? Ich hoffe du hast nun endlich bemerkt, dass du noch zu Jung bist, lass das die Arbeit von den Großen sein!! Bregon klang ziemlich sauer, mach dich auf nachhause! Nimm die Melone dahinten mit und grüß deine Schwester von mir!“ Während der Kleine das Tat ließ mich der Junge keine Sekunde aus den Augen. Auch ich nutze die Zeit um den Jungen zu analysieren. Er war groß und schlank, hatte wildes braunes Haar und freundliche grüne Augen. Seine Kleidung sah sehr ordentlich aus, obwohl sie hier und da notdürftig und etwas schlampig zusammengeflickt war. Dann sagte er plötzlich: „ Mein Name ist Takato. Aber du kannst mich wie all die anderen Tak nennen. Danke, dass du dem Kleinen geholfen hast, gibt es etwas womit ich dir helfen kann?“ Ich überlegte nicht, meine Bitte war klar, er sollte mich Bregon dem Führer der Diebesgilde vorstellen, da ich diesen um Hilfe bitten sollte, das hatte mir auch Mekron bei meiner Abreise in Quellsore geraten.  Der Junge stimmte zu und packte mich am Arm. Noch ehe ich realisiert hatte, was geschah ging ein Regenschauer auf den Jungen nieder. Ich erschrak und schrie auf: „ Cascade nicht, er ist keine Gefahr.“ Der Wolkenbruch versiegte und Tak sah mich mit großen Augen an. Ich blickte verdutz drein, als ich das Lächeln auf seinem Gesicht sah.

„Eine Wasserelfe in Lastia, wer hätte Gedacht, dass die Hoffnung Lorians von einem so schönen Mädchen ausgeht?“





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