Donnerstag, 23 Februar 2012
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Guten Tag! Tod mein Name. Der Tod! Part 2
(Autor: )

Piepmatz Design„Guten Tag. Tod mein Name. Der Tod.“
„Au, das ist gerade ganz schlecht. Ich bin gerade in einer Ini!“ Der junge Mann wollte die Tür schon wieder schließen, doch der Tod hielt ihn auf. „Sie sind in einer was?“
„Ich bin in einer Instanz, Alter.“  Jetzt wurde er ungeduldig.
Der Tod verstand aber immer noch nicht ganz: „Was für ein Tanz?“
„Och Menno, dann kommen Sie halt kurz rein. Ich muss weiter machen. Der Heiler, den wir dabei haben, ist ein absoluter Noob.“ Der junge Mann öffnete die Tür und der Tod trat ein. Also er trat ein in die Wohnung und folgte dem jungen Mann in sein Zimmer. Denn dieser ging zielstrebig an seinen Schreibtisch, setzte sich und zog einen Kopfhörer auf, an dem auch ein Mikrofon befestigt war. „Re!“
Der Tod schaute den jungen Mann an. „Wie bitte?“
„Was? Ach so! Ich habe mich zurück gemeldet bei meinen Kumpels.“
Suchend schaute sich der Tod im Zimmer um. „Kumpels? Außer uns beide ist hier doch gar keiner.“
„Meine Kumpels hier online.“ Der junge Mann zeigte auf seinen Monitor. „Ich spiele ein Online-Rollen-Spiel.“
„Was ist denn ein Online-Rollenspiel?“
„Man trifft sich mit Freunden im Internet und spielt halt dieses Spiel. Man kann rund um die Uhr Spielen und muss das Haus nicht mehr verlassen.“
„Ach, da klingelt´s bei mir. Der Teufel sprach da von einer neuen Erfindung. Irgendwas mit Computer und Sucht und so. Das muss es sein. Was genau spielen Sie? Skat?“
Etwas irritiert schaute der junge Mann von seinem Bildschirm auf.
„Sie sagten doch gerade ´Re`, das sagt man doch so beim Skat.“
„Quatsch, Alter! Re ist die Abkürzung für returned.  Also zurück am Platz. Ich spiele Lord of the Star Wars Craft Rings. Das da bin ich.“ Wieder zeigte der Junge Mann auf seinen Bildschirm, dieses mal aber mit großem Stolz.
„Sie sind doch aber gar keine zierliche, schlanke, blonde Frau mit blauen Augen.“ Der Tod beugte sich herunter um einen besseren Blick auf den Bildschirm zuhaben. „Sie scheinen eher das Gegenteil zu sein. Das versteh ich nicht. Und das Fräulein da hat auch keine Pickel.“
Peinlich berührt fing der junge Mann an zu stottern. Ich … ähm … nun … natürlich bin ich das nicht haargenau. Aber, dass wissen die Anderen doch nicht.“
„Das sind doch Ihre Kumpels.“
„Online Kumpels.“
„Online Kumpels?“
„Ja. Ich kenne die doch nicht persönlich. Nur hier aus dem Spiel, die wissen nicht wie ich aussehe … Moment … Was ist denn das jetzt?? Och nöööö! Das gibt’s doch nicht.“ Wütend schimpfte der junge Mann auf seinen Bildschirm ein. Dann drückte er auf irgendeinen Knopf seiner Tastatur. „Leute, das ist ein Epic Mob. Strengt Euch mal ein bisschen an. Hat noch einer MediPacs? Und wieso ist der Heiler so schlecht? Wenn der BadDragon ´heal´ brüllt, dann sollte das auch sofort passieren. Verstanden?“ Dann wandte er sich wieder an den staunenden Herrn Tod. „Alles verdammte Noobs.“
Ehrlich interessiert starrte der Tod nun auf den Monitor und beobachtete das wilde Gemetzel. „Was bitte ist ein Noob? Und was ist ein Epic Mob?“
„Ein Noob ist ein Anfänger und dieses Riesenvieh da mit den sieben Armen und 2 Köpfen ist ein EpicMob. Sehr schwer zu besiegen, da braucht es ne große Gruppe. Gleich ist es aber Geschichte. Ich denke wir können es killen.“
Mittlerweile hatte sich der Tod neben den jungen Mann gestellt und beobachtete ihn sehr genau.
„Darf ich vielleicht auch mal?“
Verblüfft sah der junge Mann auf. „Sie wollen spielen?“
„Ja, sie sagten doch, dass sie eh gewinnen. Da kann ich doch auch nichts mehr kaputt machen, oder?“
„Eigentlich nicht. Also gut.“
Der junge Mann stand auf und der Tod setzte sich. „Was muss ich tun?“
„Orrrr, das kann ja heiter werden. Also: mit W, A, S und D steuern Sie den Charakter. Und mit 1, 2, 3, 4 und 5 schießen Sie. Das sollten Sie sehr schnell tun, sonst ist schnell Schluss. Verstanden?“
„Verstanden! Aber was ist das denn da?“ Der Tod zeigte auf die Computer-Mouse.
„Haben Sie jemals an einem Computer gesessen?“ Fragend und ungläubig schaute der junge Mann runter auf den Tod.
Dieser schüttelte den Kopf. „Die Büroarbeit machen andere für mich, ich mach den operativen Teil der Arbeit.“
„Den was für´n Teil?“
„Ich bin die Exekutive.“
„Alter, sprich deutsch mit mir!“
„Ich hol Menschen ab, die soweit sind.“
„Ach, du bist Taxifahrer. Sag das doch gleich.“
„Ich lass das mal so gelten.“

Der Tod übernahm etwas zögernd die Tastatur. Eine Hand lag auf der Mouse und die ander Hand auf den Buchstaben, die der junge Mann eben genannt hatte. Erst zaghaft bewegte er die kleine zierliche Kreatur auf dem Bildschirm. Recht schnell gewöhnte er sich an die Steuerung und schoss dann zielsicher und traf mitten ins Schwarze. „Nimm das, du böses Untier!“ Sichtlich erfreut nahm der Tod den Volltreffer wahr und befand sich schon nach wenigen Minuten in dieser anderen Welt. Völlig konzentriert nahm er nicht wahr, wie der junge Mann neben ihm schimpfte. „Heiltrank, Heiltrank!!“
Plötzlich war der Bildschirm grau. Immer noch drückte der Tod wild auf den Tasten herum. „Wieso geht’s denn nicht weiter. Ich war doch so gut im Spielfluss. Ich will jetzt wieder schießen. Dieses Vieh ist doch fast kaputt!“
„Epic Fail, Alter!“
„Was?“
„Du hättest n´ Heiltrank nehmen müssen. Du bist tot.“
„Ja, aber das habe ich doch vorhin schon erwähnt. Und was ist jetzt mit dem Spiel?“
„Jetzt musst du jemanden finden, der dich rezzt.“
„Was?“
„Rezzt!“
„Was?“
„Rezzen!“
„Was?“
„Alter, Wie-der-beleb-ung!“
„Das ist ja total unrealistisch! Doofes Spiel.“ Der Tod erhob sich und überließ den Stuhl wieder dem jungen Mann. „Kann mich mal jemand wiederbeleben, bitte?“, sagte er mit einem schiefen Seitenblick auf den Tod, nachdem er wieder einen Knopf auf seiner Tastatur gedrückt hatte. Sofort wurde der Bildschirm wieder bunt und das Gemetzel ging weiter.
Der junge Mann geriet völlig in Rage. „Das Vieh hat nur noch zwei Prozent, den müssen wir doch kriegen. Los Leute! Oh nein, ich hab nicht mehr viel Lebensenergie. Gleich ist der Balken abgelaufen. Heal! HEAL! Oh mein Gott. Oh nein, gleich wipen wir… wir werden alle sterben. Jetzt haben wir den Salat. Tod. Ist da noch jemand der mich rezzen kann?“
Der Tod legte dem jungen Mann eine Hand auf die Schulter. „Ne Alter. Game over.“
Und der Tod trat ein.








Ihr Kommentar ...



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Kommentar von Gildenmeisterin Zhiya :
(20.01.2012 um 13:39 Uhr)

Hallo Kerstin, habe herzlich gelacht und dachte zwischendurch nur: Stimmt, so reden wir...das kann man als Non-Player nicht verstehen! Besonders gut hat mir die Stelle mit dem Taxifahrer gefallen:) Bitte noch mehr Geschichten über Herrn Tod!

Kommentar von riwin:
(19.01.2012 um 19:57 Uhr)

Total klasse, bin echt begeistert. Weiter so, bin mal auf die nächste Geschichte gespannt :-))

Kommentar von Alill:
(19.01.2012 um 16:50 Uhr)

Noch besser als die erste Geschichte, finde ich! Wer hätte gedacht, dass der Tod doch mal für so viel gute Laune sorgen kann :)

Kommentar von Indy:
(19.01.2012 um 13:24 Uhr)

Super! Endlich wieder eine Geschichte vom Herrn Tod, und eine SEHR gute dazu! Bin schon ein echter Fan geworden! Mehr davon, bitte! :))