Mittwoch, 23 Mai 2012
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Die Drachenära (Geburt)
(Autor: )

Piepmatz DesignDie Umwelt pumpt ihn Hass und Wut in die Seele
wie eine Kobra Gift in ihr Opfer,
das Opfer stirbt,
der Drache erwacht aus seinem Tagtraum.
 
Der Satz beginnt und kennt noch keinen Anfang,
die Melodie weiß nicht erhört zu werden,
dabei ist der Zwang wie Gesang,
Selbstüberwindung zu erzwingen,
sich zu entscheiden seinem schlechten Willen entgegenzuwirken.
 
Ich muss aufwachen, aus neuem Geiste
durch diese Augen einen Teil dieses Planeten entdecken,
diese Hülle ist wie geschaffen für mich,
sie ist dafür bekannt ehrlich und aufrichtig zu sein,
niemand wird wissen wer dieser Verwandte ist,
nur der, den sie kennen,
du bist meine Tarnung, meine Stimme, mein Schutz,
und wenn die Kontrolle über Zeit und Situation dir zum Verhängnis wird,
bist du der jenige der es erleidet,
ich glaube, ich bin gut in dir aufgehoben.
 
Das erste Jahr ist verstrichen,
jede Sekunde ist Vergangenheit,
ich habe sie alle in deinem Herz durchstrichen,
langsam fühle ich mich in dir eingeengt,
die Lage meiner ist keine Kleinigkeit,
aus Wut habe ich Haut und Haar versenkt.
 
Wie erträgst du diesen Druck,
all die Angst, dass du nicht einmal zuckst,
was hat dich berührt, verletzt,
dass du kaum entsetzt,
ohne Wut, Aggression und ohne Rast,
fast mit unendlicher Ruhe dich mit diesem Leben befasst?
 
Wir sind sehr verschieden,
kaum erkenne ich deine Riten,
will ich sie dir alle verbieten,
dir die Lippen zunähen, sie verkleben,
und sie aufgrund deiner Interessen nicht miterleben.
 
Du willst nicht streiten, ich weiß das,
ich erinnere dich daran, dass du aufpasst,
deine Aufgabe ist es, dass du dich mir anpasst,
egal zu welcher Zeit, egal zu welchem Anlass.
 
Wir kommen uns näher,
du suchst nach Abstand,
weiter zu fliehen als möglich, ich bitte sehr,
zu oft sah ich wie du am Rand standest,
weit außen, fast überm Rande,
pass auf was du tust und bring mir keine Schande.
 
Mir reicht es, du beschwerst mich,
ich habe meine Absicht und teile nicht meine Ansicht,
Wut und Hass, dass bin ich in deinen Venen,
alles Gift in deinem Streben um zu leben,
wie der Biss einer Kobra dringe ich schmerzhaft in dich hinein,
ich ergreife dich aus der Deckung des Dunklen Laubs,
du spürst den Wandel, du bist mein,
der Drache ist geboren,
erwache aus deinem Tagtraum.


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