Es wiederholt sich
(Autor: umsturzworte)
Eine Träne im Auge, die Faust in der Tasche
Auf dem Wege zum Grabe ich plötzlich erhasche
den Blick eines Mädchens so unschuldig süß
Mein Herz ja es springt so sie mich grüßt
und ihr lieblicher Blick er verzaubert mich gar
die Wahrheit darin so unendlich klar
im Auge die Träne, sie bricht leicht das Licht
Ich streiche ihr leicht mit der Hand ums Gesicht
Sag mir süßes Mädchen wer bist du doch gleich?
Dein Blick er schickt mich ins Himmelsreich
Er zeigt mir die Zukunft, er zeigt mir das Glück
In die Zeiten nach Vorne und auch noch zurück
zurück in des Muttersschoß wohlig warm
keine Angst und auch kein Kummer und Harm
Da blickst du ganz traurig und bitter herum
Um uns herum auf einmal ein Sturm
Und in dieses Brausen ganz lieblich sich mischt
Ein Stimmchen, ein Singen schon fast königlich
Die Gräber sich öffnen und leise man hört
wie das was passiert selbst die Leichen verstört
Ich bin die, sagt du, noch junge Geschichte
und was du hier siehst sind millionen Gesichter
Die für das was heut gestorben ist kämpften
und Leben und Leib für Frieden verschenkten
Es gab mal, so hör ich, einen Traum von uns allen
von Freiheit und Liebe. Er hat uns gefallen
Als braune Wolken einst über uns zogen
und mit einem Streich unsre Werte verbogen
da wurde sich tief im Innern geschworen
Das Gejaule der Herren von oben die Ohren
nie wieder soll auch nur annähernd streifen
wir werden von uns aus den Wohlklang erreichen
Wir haben uns tapfer gekämpft durch die Nacht
Durch Häme und Spott und hats auch gekracht
Und damals wie heute schmerzt dieser Blick
und damals wie heute ein Bruch im Genick
Und es bricht nicht nur dein Herz in zwei Teile
Der Traum von Friede versinkt in der Eile
Ich stutze und merk wie allein ich da steh
Die Gräber sind zu und das was ich nun seh
es raubt mir den Atem, es nimmt mir die Luft
Ein Schlag trifft mein Herz mit elender Wucht
Da merk ich auf einmal wie sehr es mich schmerzt
Dass wir uns das Leben mit dir haben verscherzt
Da fallen von längst getöteten Bäumen
die Blätter die einst uns ließen hier träumen
Kein Wind mehr, der Wolken verschiebt, hoch dort oben
Eiskalt senkt sich der Mond, der nur noch gezogen
von alten einst hoffnungsfrohen Geschichten
Auf lasst uns aufstehen, dagegen nun dichten!


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