An Antoine I – Schwester Sonne, Bruder Mond
(Autor: fliegerimsturm)
Sterne glänzen kraft der Sonnen,
welch’ das Universum laben.
Schein durch ihren Schein gewonnen
In Ewigkeiten Lichter tragen.
Zigfach erhellen sie den Schatten,
den Bogen, den der nächt’ge Himmel spannt.
Millionen blinken segelnd wie Fregatten
Auf wogend’ Wellen, unbemannt.
Am Unufer der Himmelsmeere
sitzt irgendwo ein Kind und staunt:
„Wer dieser Pracht Erzeuger wäre
sei wohl durch höchstes Glück gelaunt?“
Da tritt hervor aus schattigem Gefilde
ein Wesen glänzender Natur
Verleiht dem Kinde dort ein Bilde
Es lauscht gespannt der Antwort nur:
„Glück ist es nicht was dieses schuf!“
Sie folgte nur dem täglich Ruf
des Wanderers, der in ihr wohnt.
Ihr Unglück diesem Spiele fern zu bleiben
Macht’s möglich, dass der ander’n Glanze thront.
Freimütigkeit kann erst die Sterne zeigen.
Wenn sie erscheint, der Glanz der Schwestern scheinbar geht,
doch leuchten alle – auch wenn nur sie am Himmel steht.
Sie segeln – trotzend materiellen Seins.
Wie wohl ihr Körper längst vergangen
Unsere Zeit ermöglicht Ende kein’s -
für ihre glühenden Verlangen.
So staune – wenn die Wolken hold
hinauf der Pracht der Nacht entgegen.
Ist dieses Wunderwerk gewollt,
soll Freimut in dir selbst sich regen.“
Des Wesens Licht erhellt sich mehr,
bis es im Feuer ganz verschwindet.
Der Morgen naht durch Wiederkehr -
des Glanzes, der das Leben zündet.


Das Leben einer Katze
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