Herbstzauber
(Autor: Enya)
Die Sonne büßt langsam einen Teil ihrer Wärme ein,
etwas Dunkles mischt sich nun in ihren hellen Schein
Eine frische Brise trägt der Wind,
es kündigt sich an des Winters buntes Kind
Farbiges Laub wirbelt durch die Luft
und ein süßer wohlbekannter Duft
zieht seine Bahnen durch die nun bunte Welt,
während des Baumes gefärbtes Kleid stetig hinabfällt
Überall riecht es nach Äpfeln, Herbsterde und Laub,
die Welt ist der flimmernden Hitze langsam taub
Sie stellt sich ein auf stetiges Rascheln in den Zweigen
und lenkt ihren Blick auf sich verfärbende Reigen
Drachen ziehen ihre Bahnen still und gekonnt
am herbstlich frischen Horizont
Sie drudeln hin und wieder her,
Bewegung fällt ihnen nun nicht mehr schwer
Denn der Herbstwind verleiht Ihnen Flügel
Kinderhände lenken sie durch ihre Zügel
Und so langsam kehrt wohlige Ruhe ein,
im nun leuchtend roten Abendschein
Du hörst nur noch den Wind leis in den Blättern rauschen
während sich am Himmel Wolken zusammenbauschen
Am Baum und zu Deinen Füßen rascheln Blätter
und machen mit dem Herbstwind auf gut Wetter
Unter Deinen Füßen spürst Du sie
so zerbrechlich und vergänglich wie sonst nie
Du erfreust Dich an den leuchtend bunten Farben,
die zur Zeit Bäume, Büsche und Wege tragen
Die Welt verliert an Schnelligkeit und lautem Treiben
der Sommer will zwar noch, aber kann nicht bleiben
Denn das ist der Lauf der Zeiten, jahraus, jahrein,
mal hell und lebendig, mal ruhig und von getrübtem Schein
Und auch Du wirst langsam still,
so wie es der Herbst Dir zeigen will
Der gold'ne Schein der untergehenden Sonne begleitet Dich
auf Deinem Weg zurück ins Ich
Denn auch Du ruhst Dich nun aus
und blickst zum dunklen Herbsthimmel hinauf
Lässt Deinen Blick über Wälder und Wiesen schweifen
und versuchst die Welt um Dich herum zu begreifen
Dabei wird Dein Herz stetig schwerer,
denn allles um Dich herum wird immer leerer
Du wirst Dir der Vergänglichkeit gewahr,
aber auf Sommer folgt nun einmal der Herbst, wie jedes Jahr
Du siehst immer mehr Blätter zu Boden fallen
und spürst den manchmal doch schon eisigen Wind durch die Lüfte wallen
Du riechst die Vergänglickeit in der Luft und auch am Boden,
die Farben werden immer mehr ins Dunkle gezogen
bis bald wieder das weiße Kleid des Winters die Welt erhellt,
doch bis dahin ist die Welt auf sich allein gestellt
Und legt sich einen Vorrat an
Ob sie dabei auch auf Dich zählen kann?
Sie bündelt Farben, Sonnenstrahlen und das helle Licht,
sobald es aus dem Himmel bricht
Sie wartet und setzt auf den hellen Schein,
denn so ist sie im Dunkeln nicht allein
Aber bist Du denn auch bereit?
Denn es wird nun wirklich Zeit
auch für Dich einen Vorrat anzulegen
aus Helligkeit, Wärme und pulsierendem Leben
Um die kommende dunklere Jahreszeit zu überstehen,
bis wir uns im Frühjahr frisch und lebendig wiedersehen
Bis dahin gilt es den Zauber des Herbstes zu genießen
und manche Kälte und Dunkelheit mit Kerzenschein, Kaminfeuer und Zusammenhalt zu versüßen
Derweil tanzen die Blätter
im aufgewühlten Herbstenwetter
created by Svenja Kalka 2011

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