Früh am Morgen
(Autor: HarryKlopperson)
Müde beugt sich die Nacht früh am Morgen,
eine Zierdecke aus Himmelsrot weit und breit,
wankende Wälderkronen fühlen sich geborgen
und sanft lächelt Mutter Erde in ihrem neuen Kleid.
Ausweglos die Weiten durchschienen im Sonnenstrahl,
fest verankerte Zweisamkeiten im gleichen Tritt,
ohne Spuren schreitet die Zeit als Wanderer zumal,
nur ein weiterer Schritt voran und nicht zurück.
Zögerlich stillt ein zarter Gesang die Ruh,
ein begrüßendes Lied aus Höhen fern erklingt,
auf leisen Sohlen eilt die Zuversicht hinzu,
das jedes Ende seinen Anfang besingt.
Ein Krug frischen Mutes wird ausgegossen,
weggespült allemal der halbdunklen Klage.
Den Sorgenfächer mit Bedacht geschlossen,
neu gefühlt und geschwind in den Tage!
HarryKlopperson, 2011
Ihr Kommentar ...
Kommentar von bruno:
(28.04.2011 um 14:44 Uhr)
Ein wirklich beeindruckendes Gedicht. Man muss schon gut sein, um so etwas hinzukriegen! Auch wenn man das Gedicht erst nachmittags liest, hat man den Morgen trotzdem dicht vor Augen.


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