Des Tages Ruh
(Autor: HarryKlopperson)
Schweren Atems legt sich des Tages Ruh über leere Gassen,
eine Welt aus dunklen Schatten erstiegen bezeugt den Wille,
den letzten Lichtfaden zerschnitten und verbrennen lassen,
im Kopfsteinpflaster lächelt des Mondes Lichts in Stille.
Hinter beschlagenen Fensterscheiben ein flackender Schein,
das verschlossene Gehölz stöhnt im kalten Windesgeheul,
milchige Orangetöne laden einträchtig zum Einkehren ein,
die Nachtschwärze verschlingt die Weiten in schwarzen Gräul.
Beschaulich mahnt ein Glockenschlag zur späten Stunde,
dass der Weltentakt sich seiner Müdigkeit ersinnt,
sinister zieht der alte Turmuhrzeiger seine Runde,
der Zeitensand dem Menschen durch die Hände rinnt.
So düster die Unergründlichkeit das Leben ersticken mag,
ein Sternenband der Ewigkeit als schweigenden Zeugen,
hält Obacht über Träume und begrüßt jeden neuen Tag,
dass der erste Lichtfaden am Morgen die Nacht kann beugen.

Das Leben einer Katze
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