Vergessen zu sterben
(Autor: umsturzworte)
Vom letzten Rang, die Reihen hinab
schau ich direkt hinein in das Grab
Geruch von Verwesung liegt leicht in der Luft
In mir regt sich alles gegen die Gruft
Bei sich haben sie Stift und Papier
In froher Erwartung verweilen sie hier
Sie streben nach Wissen für den Weg in das Licht
Und weinen und schreien und fürchten sich nicht
Sie blicken gebannt auf den vordersten Mann
und hören wie er sich die Worte ersann
Die Brillen beschlagen vor Gier nach dem Wort
und Teil für Teil gehn sie all’ langsam fort
Manch zittrige Hand hält den Füller und schreibt
und man hört wie die Feder am Papiere sich reibt
Und sie schreiben nun Zeile um Zeile voraus
denn das Schreiben zögert ihr Ende hinaus
Ihr Menschen von draussen wisst nicht wie das ist
Wenn man übers Streben das Sterben vergisst
Ich gehe zu ihnen und setz mich dazu
Und prompt schreibt auch mein Füller im Nu


Das Leben einer Katze
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