Raum und Zeit und Wahnsinn
(Autor: Yabgu)
Raum und Zeit und Wahnsinn
Ahnungslos steht er, die Fantasie ist tot,
Keine Idee will ihn trösten, die Luft ist trocken,
Melancholie übersteigt seine Freuden
Und die Ungeduld macht sich bemerkbar,
Er überlegt, zeitlos.
Die Welt, die Wirklichkeit verschwindet, endlich Klarheit,
was ist getan und was nicht,
so viele Werke vollendet, dass eines unter vielen verschwindet
oder geradezu verschlungen wird,
etwas Neues muss her und die anderen Werke umarmend schmücken,
aber was und wie?
Er stellt sich vor einem Spiegel,
betrachtet sich selbst, Augen Blut unterlaufen,
die Lippen trocken und rissig, kein Anblick,
erzürnt schaut er weg und verflucht sich.
Er hält etwas in der Hand, es glänzt. Ein Spiegel?
Leblos in den Augen steht er zu seinen leblosen Künsten,
ein letztes Mal betrachtet er sich,
und im nächsten Moment, ganz unerwartet,
die Wand mit seinen Gedanken bemalt,
sinkt er zu Boden, sein Werk in einer unzählbaren Zeit betrachtend,
der Spiegel fällt mit ihm zu Grunde und zersplittert nicht im Geringsten
und findet sich als Ganzes wieder,
alle können jetzt sein größtes Werk betrachten,
sogar die, die ihn nicht bewunderten und nicht mochten
oder weder noch seine Werke kannten oder mochten,
aber eines werden sie jetzt alle tun,
sprachlos sprachlose Kunst bewundern.

Das Leben einer Katze
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