Gier
(Autor: HarryKlopperson)
Fingernägel krächzend am Boden kratzen,
knackend in zerspringende Splitter zerplatzen,
zitternde Stimmbänder in erwürgender Angst verklebt,
herzpochend die eiskalte Nacht erbebt.
Schauerschatten länger und länger über vergessene Gräber ziehen,
im grauen Nebeltuch zwei Raben in Vorahnung fliehen,
Luft geschwängert von süßlichen Todesaromen,
der Wirklichkeit durchstochen von unausgesprochenen Omen.
Gierige Blicke umgreifend nach angsterfülltem Herztrommeln suchen,
das lebendige Sein zwischen Geburt und Tod verfluchen.
Dem Opferlamm die Hände zärtlich um den Hals gelegt,
mit den Lippen streichelnd den pulsierenden Duft erregt.
Sanfter Schmerz drückt sich in den Strom des Lebens hinein
und fordert betörend eine willenlose Hingabe ein,
Glut aus tanzender Lebendigkeit langsam in Asche erlischt,
Leben und Tod in dunklen Schattenwelten vermischt.
Nostalgisch erneuert der Mond die Gier
und die Suche nach weiterem Getier,
welches man auch das Leben nennt,
und mich von meinem Seelenfrieden trennt.
Gez. (Vampir) HarryKlopperson


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